Katholische Kindertageseinrichtungen Hochsauerland-Waldeck gGmbh
Kath. Kindertageseinrichtung St. Elisabeth Brilon
Headerimage Hochsauerland-Waldeck
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Pädagogische Konzeption

Pädagogisches Konzept

Katholische Kindertageseinrichtung

St. Elisabeth Brilon

 

Stand: 22.7.2020

 

 

 

1.

Vorwort des Trägers

3

2.

Einrichtungssteckbrief

4

2.1.

Betreuungsplätze

4

2.2.

Einrichtungsschwerpunkte

5

2.3.

Sozialraum

5

2.4.

Personalstruktur

5

3.

Pädagogische und religionspädagogische Leitlinien

7

3.1.

Pädagogischer Ansatz und Zielsetzung

7

3.2.

Entwicklung von sozialen und emotionalen Kompetenzen

9

4.

Kindeswohl

11

4.1.

Prävention

11

4.2.

Personal

12

5.

Raumnutzungskonzept.

12

6.

Grundsätze der Bildung und Förderung

13

6.1.

Umsetzung

13

6.2.

Bildungsbereiche

14

6.2.1.

Bewegung

14

6.2.2.

Körper, Gesundheit, Ernährung

14

6.2.3.

Sprache und Kommunikation

15

6.2.4.

Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

15

6.2.5.

Musich-ästhetische Bildung

16

6.2.6.

Religion und Ethik

16

6.2.7.

Mathematische Bildung

16

6.2.8.

Naturwissenschaftliche technische Bildung

17

6.2.9.

Ökologische Bildung

18

6.2.10.

Medien

18

6.3.

Umsetzung des religionspädagogischen Leitbildes

18

6.4.

U3 Betreuung

19

6.5.

Integration und Inklusion

20

6.5.1.

Definition

20

6.5.2.

Säulen der Integrationspädagogik

21

6.5.3.

Rolle des Teams

21

6.5.4.

Integrativer Arbeitskreis

22

6.5.5.

Methoden der Integrativen Erziehung

22

6.5.6.

Elternarbeit bei Integrativer Erziehung

22

6.5.7.

Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften

22

6.6.

Schwerpunktkonzept

22

7.

Sprachförderung

23

7.1.

Alltagsintegrierte Sprachförderung

23

7.2.

Umgang mit Mehrsprachigkeit

24

7.3.

Angebote zur Sprachförderung

25

8.

Dokumentation

25

8.1.

Methoden und Formen der Beobachtung und Dokumentation

26

9.

Zusammenarbeit mit Eltern

27

9.1.

Eingewöhnung

27

9.2.

Beziehungsgestaltung

28

9.3.

Formen der Zusammenarbeit

29

9.4.

Information

29

9.5.

Formen der Beteiligung und Beratung

29

10.

Partizipation/Beschwerde

30

10.1.

Formen der Mitwirkung/mitbestimmung für Kinder und Eltern

30

10.2.

Beschwerdemanagement

31

11.

Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten

31

12.

Öffentlichkeitsarbeit

32

13.

Qualitätssicherung

33

13.1.

Zertifizierungen

33

13.2.

Instrumente der Evaluierung

33

 

 

 

 

 

                                                                                                                       

 

1. Vorwort des Trägers

 

Die katholische Kindertageseinrichtungen Hochsauerland-Waldeck gem. GmbH (kurz Kita gem. GmbH) ist eine Trägergesellschaft für katholische Kindertageseinrichtungen im Hochsauerlandkreis. Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe betreiben wir zurzeit 50 katholische Kindertageseinrichtungen im gesamten Hochsauerlandkreis. Derzeit beschäftigten wir rund 610 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Als größter Träger von Kindertageseinrichtungen im Hochsauerlandkreis ist es unser Ziel, die Einrichtungen wertorientiert, in ihrem katholischen Profil, zeitgemäß und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Es ist unsere Aufgabe, die pastorale sowie familienpastorale und damit die pädagogische Arbeit der jeweiligen Tageseinrichtung sicherzustellen. Trägerschaft bedeutet für uns, unsere Kitas und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Prozess zu begleiten, sowie ihre tägliche Arbeit durch unser Trägerhandeln zu unterstützen. Der Zusammenschluss in der Kita gem. GmbH schafft gute Voraussetzungen für die wirtschaftliche Zukunftssicherung der Einrichtungen und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Einrichtungsangebote für Kinder und deren Familien.

 

Ziel der Arbeit in den Tageseinrichtungen ist es, den betreuten Kindern ihren individuellen Lebensweg als selbstbewusster gläubiger Mensch zu ermöglichen. Dabei ist es unser Wunsch, den Kindern und Familien die bestmöglichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsmöglichkeiten zu bieten. Das christliche Menschenbild, das von der Würde des einzelnen Kindes und seinem Recht auf Bildung und Erziehung sowie Teilhabe ausgeht, ist Maßstab für unser Handeln.

Unsere Kitas wollen insbesondere für suchende und fragende Familien unterstützende und bereichernde Angebote machen. Sie finden in unseren Einrichtungen Anregungen, Unterstützung und Ermutigung in Glaubens- und Lebensfragen.

 

Mit diesem Angebot sprechen unsere Kitas vor allem katholische Familien an. Sie stehen aber auch Familien mit anderen Konfessionen, Glaubensrichtungen und Weltanschauungen offen, die sich für die inhaltlich-konzeptionell katholische Ausrichtung und deren konkrete Ausgestaltung in der alltäglichen pädagogischen Praxis entscheiden.

 

Wir verstehen unsere Kitas als lernende Organisationen, die ihre Qualität fortlaufend und systematisch weiterentwickeln. Daher stellt die vorliegende Konzeption kein abgeschlossenes Werk dar. Sie besitzt eine lebendige Ausrichtung und orientiert sich bei der immer wiederkehrenden Überprüfung an den sich stetig verändernden Bedingungen.

 

 

 

Michael Stratmann

Pädagogische Fachbereichsleitung

 

 

 

2. Einrichtungssteckbrief

 

Name der Einrichtung:                 St. Elisabeth Brilon

gegründet 1947 im kleinen Gartenhaus

im Garten des Elisabeth Instituts an der Bahnhofstrasse

1972 Neubau des Kindergartens „am alten Friedhof“  

 

Adresse:                                            Am alten Friedhof 9

59929 Brilon

Telefon:              02961 / 3936

Fax:                       02961/744964

E-Mail:                 st-elisabeth-brilon@kath-kitas-hsk.de

Homepage:       www.kita-st-elisabeth-brilon.de

 

Träger:                                                Katholische Kindertageseinrichtungen

Hochsauerland-Waldeck gem. GmbH

Stiftsplatz 13

59872 Meschede

Telefon:0291/99160

 

Fax:                       05251 / 99 16 - 99

E-Mail:                 info@kath-kitas-hsk.de

Homepage:       www.kath-kitas-hsk.de

 

 

 

2.1.Betreuungsplätze

 

Gruppen:                                      4

für Kinder über drei Jahren:      1

für Kinder unter drei Jahren:    3

                                                        davon aktuell 24  Plätze für Kinder unter drei Jahren

 

Gemeinsame Erziehung:             Für die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Entwicklungsrisiken bzw. Behinderungen können auf Antrag besonders geförderte Plätze bereitgestellt werden.

 

Öffnungszeiten                              

für 25-Stunden:                                              07.30 bis 12.30 Uhr

für 35-Stunden:                                              07.30 bis 12.30 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr

für 35-Stunden-Block:                  7.00-14.00 Uhr

für 45-Stunden:                                              07.00 bis 17.00 Uhr (mit kostenpflichtigem Mittagessen)

 

 

                                            

 

2.2. Einrichtungsschwerpunkte

 

Die Einrichtung ist zertifiziert als

 

-Familienzentrum NRW im Verbund mit den Kitas St. Maria und St. Petrus und Andreas,

-Bewegungskindergarten NRW mit dem Pluspunkt Ernährung, Jolinchen Kids,

-Familienpastoraler Ort der Gemeinde,

-gefördert als PLUSKita und Sprachkita: „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

-Caruso Zertifikat des Deutschen Chorverbandes

-Literaturkita

 

2.3.Sozialraum

 

Lage und Umgebung:                    Die Kindertageseinrichtung St. Elisabeth liegt zentral im Innenstadtbereich der Stadt Brilon und ist gut zu Fuß, mit dem Auto oder per Bus zu erreichen. Unmittelbar in der Nähe liegt die Fußgängerzone mit Geschäften und einer Kinderarztpraxis, auch die beiden Briloner Grundschulen befinden sich in der Nähe zur Kita. Die Propstei-und Nikolaikirche sind ebenfalls zu Fuß gut erreichbar, ebenfalls in der Nähe liegt das angrenzende Waldgebiet „Am Drübel“.   

Einzugsgebiet:                                 Das Einzugsgebiet der Einrichtung erstreckt sich auf das ganze Einzugsgebiet der Stadt Brilon. Viele Kinder wohnen in der Innenstadt und im Stadtteil "Altenbrilon" 

 

 

Familienstrukturen:                      Durch das im Jahr 2018 geschaffene Angebot der Gruppenform II sprechen wir für diese Altersgruppe überwiegend berufstätige Eltern an. Über die Hälfte der Kinder der Kita wachsen mehrsprachig auf, wobei gerade bei den muslimischen Familien die Familiensprache nicht deutsch ist.

 

Verkehrsanbindung:                     Die Kita ist gut zu Fuß erreichbar, da sie in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt liegt. Von hier aus fahren die Busse mehrmals täglich in alle Richtungen. Auch der Bahnhof in Brilon wurde vor ca. 2 Jahren reaktiviert und ist gut zu Fuß erreichbar. (ca. 5 Minuten Gehweg zur Innenstadt und zum Bahnhof) Vor der Kita stehen für die Eltern mehrere Parkplätze zur Verfügung.

 

 

2.4.Personalstruktur

 

Für die Einrichtung ist grundsätzlich folgende Personalstruktur in Kraft gesetzt:

 

Leitung:

      Führung des Einrichtungspersonals

      Organisation und Betriebsführung

      Qualitätssicherung und –entwicklung

      Elternmitwirkung und –mitbestimmung

      Kooperation und Vernetzung

      Gruppen- und gruppenübergreifende Angebote

 

Ständige Vertretung:

      Die Leitung wird durch benannte ständige Vertretung vertreten.

 

Fachkraft:

      Gruppen- und gruppenübergreifende Angebote

      Gestaltung der Räumlichkeiten und Tagesstruktur

      Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung

      Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern

      Pflegerische und hauswirtschaftliche Tätigkeiten

      Fachliche Anweisung von Ergänzungskräften und Praktikantinnen sowie Praktikanten

      Für jede Gruppe wird eine Fachkraft benannt (früher: Gruppenleitung), die die Funktion der Koordinatorin der Gruppe und der „ersten Ansprechpartnerin" für Eltern und Leitung übernimmt.

 

Ergänzungskraft:

      Gruppen- und gruppenübergreifende Angebote

      Gestaltung der Räumlichkeiten und Tagesstruktur

      Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern

      Pflegerische und hauswirtschaftliche Tätigkeiten

 

Integrationskraft:

      Entwicklung und Umsetzung von Förderangeboten in Einzel-

und Gruppenangeboten

      Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung

      Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern

      Vernetzung mit anderen therapeutischen Einrichtungen

Praktikant/innen:

      Praktikantinnen und Praktikanten sind herzlich willkommen

      Sie haben die Möglichkeit, einen Einblick in das Berufsfeld „Kindertageseinrichtung“ zu erlangen, sich mit Eigeninitiative und Interesse einzubringen und das Praktikum zur persönlichen und beruflichen Weiterbildung zu nutzen

      Die Einrichtung arbeitet mit verschiedenen sozialpädagogischen Fach- und Hochschulen zusammen.

 

 

 

Bei der Darstellung handelt es sich um Auszüge aus den derzeit gültigen Stellenbeschreibungen.

Der Umfang des Personalstundenbudgets, das in der Kindertageseinrichtung eingesetzt wird, ist abhängig von der Belegung der Einrichtung. Maßgeblich ist § 19 Kinderbildungsgesetz (KiBiz) nebst Anlage.

 

Die Mitarbeiter unserer Kita

sind qualifiziert als Bewegungserzieher, Fachkraft für Sprachförderung oder Fachkraft U3 und Kindheitspädagogin, Fachkraft Inklusion.

 Die Leitung

ist Erzieherin, Heilpädagogin, staatl. anerk. Sozialfachwirtin, staatl. anerk. Fachkraft für Sprachförderung, verbal Qualifizierung, Familienzentrumsmanangerin, Zertifikatskurs Glaube hat Zukunft des Erzbistums, Fachkraft U3  und Montessori Diplom.

 

 

 

3. Pädagogische und religionspädagogische Leitlinien

 

Die (religions-)pädagogische Arbeit und das gesamte Handeln in unserer Einrichtung basiert auf dem christlichen Menschenbild und dessen Wertvorstellungen unter Beachtung der Einzigartigkeit des Menschen als Ebenbild Gottes und somit auf der unbedingten Würde jedes Menschen. In der Personenwürde gründen die Rechte der Kinder, insbesondere ihr Recht auf ganzheitliche Bildung und Erziehung und ihr Recht auf Teilhabe. Ziel ist es, den Kindern ihren individuellen Lebensweg als selbstbewusster gläubiger Mensch zu ermöglichen.

Das Kind ist Hauptakteur seiner (religiösen) Bildungsprozesse. Die dafür notwendigen Kompetenzen bringt das Kind mit. Die Religiosität bzw. Spiritualität des Kindes ist Basis der Bildung und Erziehung. In unserer Einrichtung kann das Kind in kindgemäßer Weise Glauben (er)leben, Angenommen-Sein und Freundschaft erfahren, die Welt entdecken und sich mit dem christlichen Glauben beschäftigen und auseinandersetzen.

Zum ganzheitlichen Verständnis von Bildung und Erziehung gehört insbesondere die religiöse Dimension. Sie ermöglicht es, Sinnzusammenhänge zu erfassen, die das „Ganze“ der Welt erschließen. Dabei bedarf es der pädagogischen Begleitung, die als planmäßiges, reflektiertes Handeln die für den Selbstbildungsprozess notwendigen Rahmenbedingungen zum Wohl des Kindes schafft.

Wir verstehen unsere Einrichtung als pastoralen Ort mit einem klaren familienpastoralen Auftrag, die in ihre örtliche Kirchengemeinde eingebunden ist.

Alle Kinder und deren Familien werden mit ihren unterschiedlichen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen als Bereicherung im Zusammenleben der Einrichtungsgemeinschaft wertschätzend erlebt und angenommen. Wir ermöglichen Austausch und Begegnung. Deshalb ist für uns die Offenheit für und der Respekt vor anderen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen selbstverständlich.

Wir verstehen uns des Weiteren als familienunterstützende Bildungseinrichtung und richten unsere Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und ihren Familien aus. Auf der Grundlage unseres Bildes vom Menschen entwickeln wir eine Kultur der Achtsamkeit insbesondere gegenüber den uns anvertrauten Kindern.

 

3.1. Pädagogischer Ansatz & Zielsetzung                                                             

 

Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile.

Manche bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen.

Verfasser unbekannt

Grundlage unserer Arbeit ist der humanistische Ansatz, bei dem die Selbstverwirklichung, Autonomie, Kindzentriertheit und Orientierung an der kindlichen Persönlichkeit im Vordergrund steht.

Unter dem Grundgedanken der Montessori Pädagogik „Hilf mir, es selbst zu tun“ versuchen wir, die Kinder zur größtmöglichen Selbstständigkeit anzuleiten.

Wir wollen den Kindern positives Vorbild sein und sind uns unserer Modellfunktion bewusst. Gerade auch verhaltensauffällige Kinder haben im Gruppenalltag die Möglichkeit, sich positive Verhaltensmuster der anderen Kinder abzuschauen und dieses Verhalten zu übernehmen.

Der Kindergartenalltag bietet für alle Kinder vielfältige Lern-und Erfolgsmöglichkeiten.

Wir möchten den Kindern durch Lernen am Erfolg Entwicklungsschritte verdeutlichen und diese positiv bestärken.

Angemessen am Lern-und Entwicklungstempo der Kinder wollen wir durch die Raumgestaltung (vorbereitete Umgebung) und auf die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand des Kindes angepasstes Spielmaterial immer wieder neue Impulse setzen und hier den Raum als zweiten Erzieher nutzen.

 

Unsere pädagogischen Grundprinzipien sind:

        An den Stärken der Kinder ansetzen (ressourcenorientiert)

        Angemessene Ziele und Erwartungen formulieren( Etappenziele)

        Ausreichend Zeit für die Einzelnen Ziele einplanen

        Lob und Anerkennung als Verstärker einsetzen

        Raumstruktur und Angebotsauswahl dem allgemeinen, körperlichen, emotionalen und Bewegungsbedürfnis anpassen

        Verständliche und angemessene Regeln formulieren und einhalten

        Den Tagesablauf durch feste Rituale strukturieren (gibt Sicherheit)

 

In unserer katholischen Kindertageseinrichtung ist die religiöse Erziehung kein gesonderter Teil unserer Arbeit, sondern sie ist  das Fundament unseres täglichen Miteinanders.

Wir wollen Glauben erleben und teilen.

Die christliche Botschaft begleitet uns durch den Alltag und gibt uns Kraft für jeden neuen Tag.

Jeder Mensch ist von Gott gewollt. Er ist Abbild und Geschöpf Gottes, ausgestattet mit Freiheit und einem hohen Maß an Selbstbestimmung und Verantwortung für sich selbst und anderen gegenüber. Psalm 139,14

 

Mit der Arbeit unserer Einrichtung schaffen wir einen Raum, der den uns anvertrauten Kindern ein Leben in Fülle ermöglicht.

Religionspädagogik verstehen wir als ganzheitliche Erziehung, sie vermittelt eine Grundhaltung, die es dem Kind ermöglicht, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken und den Grundsatz zu verinnerlichen: „Möge das Leben gelingen“

Unser Bild vom Kind setzt an einer Person an, die von Gott ins Dasein gerufen und unverwechselbares Individuum ist.

Wir nehmen Kinder in ihrer Einzigartigkeit an und ermutigen sie in ihren Sorgen, Nöten und Ängsten, ihrer Freude und ihrer Traurigkeit, ihrer Verschlossenheit und grenzenlosen Neugierde.

Wir nehmen Verantwortung dafür, die Kinder aktiv zur lebendigen Kirche zu führen und orientieren uns dabei an den Lebenswirklichkeiten der Kinder. Die Kinder erfahren, dass ihre Fragen und Gefühle ernst genommen werden und bestärken sie darin andersgläubige Menschen zu respektieren. So entwickelt das Kind Selbstvertrauen, fühlt sich geliebt, kann  lernen, auf andere zuzugehen.

 

Christliche Werte, die wir vorleben möchten, sind:

-Ehrlichkeit

-Rücksichtnahme

-Wertschätzung

-Grenzen setzen und einhalten

-Ermutigung

und Achtung vor der Schöpfung.

Unsere Kindertageseinrichtung trägt den Namen der heiligen Elisabeth.

Jedes Jahr am 19.11. feiern wir das Patronatsfest der Kita. Die Kinder lernen in einer Andacht die Legende der heiligen Elisabeth kennen, erleben, wie Elisabeth zu den Armen das Brot bringt und das Rosenwunder geschieht.

Auch wir möchten versuchen, besonders auf die Schwachen und Benachteiligten zuzugehen und ihnen Fürsorge und Geborgenheit zu bieten. Wir stellen uns unter den Schutz der Heiligen Elisabeth.

Werte wie Nächstenliebe, Offenheit, Wertschätzung, Gleichheit und Freundlichkeit gegenüber jedem Menschen haben ihre Wurzeln im Leben und in der Lehre Jesu Christi und sind Grundstein unseres Lebens.

 

3.2. Entwicklung von sozialen und emotionalen Kompetenzen                   

 

Kernpunkte dieser Kompetenzen sind:

 

-mit eigenen Gefühlen und Erlebnissen im Kontakt sein;

-sich in andere hineinversetzen können;

-mit anderen umgehen können;

 

Zum Kern sozialer Kompetenz gehört

das Gefühl für das eigene Erleben

und die Fähigkeit, sich in andere hinein versetzen zu können,

in ihre Gefühle, Beweggründe ihres Handelns,

in ihre Wahrnehmungen und Gedanken.

 

Das macht es möglich,

die Interaktion zwischen Menschen in unterschiedlichen Situationen (intuitiv) zu begreifen und Verhalten vorherzusagen, im jeweiligen sozialen und kulturellen Zusammenhang.

 

Um erfolgreich mit anderen umzugehen, muss man über ein breites Verhaltensrepertoire verfügen,

(ich frage um Hilfe, lerne Gefühle auszudrücken und sage, wenn ich etwas nicht möchte)

So lernt das Kind nachzuvollziehen, welches Verhalten in einer bestimmten Situation die effektivste Form der Reaktion ist.

 

 

Sozialkompetenz ist beobachtbar in allen Situationen,

 

-in denen Kinder spontan miteinander umgehen

- auf dem Spielplatz,

-beim Hereinkommen,

-bei Gesprächen,

-im Zusammenspiel,

-beim Aufräumen ,

-in Konfliktsituationen;

-in Situationen, in denen die Kinder mit Erwachsenen umgehen

 -im Umgang mit vertrauten und fremden Personen;

 -bei Rollenspielen (in der Puppenecke, mit Konstruktionsmaterial)

 

Kinder zeigen hier, in welche Gefühle und Gedanken sie sich hineindenken und fühlen können und wie sie auf andere eingehen;

 

Die Förderung der Sozialkompetenz in der Kita geschieht durch die gezielte Beobachtung der Kinder,

 

dem Angebot verschiedener Materialien z.B. Puppenecke, Arztkoffer, ...

 

und dem Herbeiführen bestimmter Situationen, in denen Sozialkompetenz deutlich wird:

 

-Gesprächskreis zu besonderen Ereignissen (fröhlich,, traurig, )

-Einüben von Konfliktlösestrategien,

 - Einüben sozialer Umgangsformen

(abwarten können, eigene Bedürfnisse zurückstellen, andere trösten, Spielmaterial teilen)

 

Die Entwicklung der emotionalen Kompetenz wird gefördert durch :

 

-positive Beachtung und Unterstützung jedes einzelnen Kindes,

-körperlicher Ausgleich und Impulsbeherrschung,

-Arbeiten mit Geschichten,

-Ausdrucks-und Verarbeitungsmöglichkeiten fördern, (Materialauswahl, Zeit haben, zuhören)

-Information (was ist für heute geplant, was möchtest Du tun, was erwartet dich)

-auch feste Strukturen und Rituale unterstützen die Kinder bei der Entwicklung ihrer  

 emotionalen Kompetenz,

-Wiederholungen geben Sicherheit und schaffen Engagiertheit und Wohlbefinden;

 

 

 

 

 

4. Kindeswohl

 

Der Gesetzgeber hat für die Kitas in den §§ 1 Abs. 3 und 8a SGB VIII den Kinderschutzauftrag festgeschrieben. Die Erfüllung grundsätzlicher Standards, wie räumliche, fachliche, wirtschaftliche und personelle Voraussetzungen ist für die Betriebserlaubnis unserer Kita verbindlich und wird über das Jugendamt als Aufsichtsbehörde überwacht. Ergänzend hat das Erzbistum Paderborn im Rahmen der Präventionsordnung Standards zum Schutz der Kinder formuliert, die sowohl vom Träger als auch von allen Mitarbeitenden einzuhalten sind.

Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen, ihre Rechte zu achten und ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen zu fördern sind Pflichtaufgaben jeder Kita und daher zentraler Bestandteil der gesamten Konzeption. Auf diese Weise werden Resilienz und mögliche Schutzfaktoren betont und nicht nur die Risikofaktoren in den Mittelpunkt gestellt. Die Fachkräfte in unserer Einrichtung erleben die Kinder viele Stunden am Tag, sie haben regelmäßig Kontakt zu den Eltern und verstehen ihre Aufgaben im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Die Fachkräfte sind sensibilisiert frühzeitig Anzeichen zu erkennen, die das Wohl des Kindes gefährden können. Sie unterstützen und beraten die Familie bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben, vermitteln Hilfe durch geeignete Fachkräfte und leiten ggf. konkrete Hilfen ein.

 

4.1. Prävention

 

Folgende Grundsätze schaffen einen verbindlichen Rahmen für die Anwendung präventiver Strategien zur Verhinderung von Kindeswohlgefährdungen, beispielsweise körperliche oder seelische Vernachlässigung oder (sexualisierte) Gewaltanwendungen:

      Mit Achtsamkeit wird darüber gewacht, dass Wertschätzung und Respekt in der Arbeit mit den Kindern, in der Zusammenarbeit mit den Eltern und im Umgang mit Mitarbeitenden und Vorgesetzten, auch und gerade in Belastungssituationen, gewahrt werden.

      Die pädagogischen Beziehungen sind frei von jeder Form von Gewalt.

      Die Kinder werden durch einen behutsamen Umgang mit Nähe und Distanz gestärkt. Ihre Grenzen werden geachtet.

      Kinder und Eltern haben ein Recht auf Mitbestimmung und Beschwerde.

      Pädagogische Handlungen und Entscheidungen werden transparent gestaltet.

      Die Zuständigkeiten sind klar geregelt. Kinder und Eltern wissen, an wen sie sich wenden können.

      Alle Mitarbeitenden setzen sich verpflichtend für den Schutz des Kindeswohls ein.

 

Die Grundsätze schließen Handlungsschritte für den Fall, dass eine Gefährdung des Kindeswohls angenommen wird, mit ein.

Bei Hinweisen auf eine Gefährdung des Kindeswohls werden mindestens folgende Handlungsschritte durchlaufen:

      Gefährdungen erkennen/ Beobachtungen dokumentieren und überprüfen

      Gefährdungsrisiko abschätzen (ggf. mit Beratung einer “insoweit erfahrenen Fachkraft“)

      Schutzplan vereinbaren und umsetzen

      (mit Beteiligung der Erziehungsberechtigten und der Kinder)

      Beobachtungen fortlaufend dokumentieren

      soweit der Schutzplan nicht umgesetzt wird oder ausreicht, um die Kindeswohlgefährdung abzustellen, Einbindung des zuständigen Jugendamtes

 

 

Die Erzieherinnen der Kita arbeiten mehrmals im Monat mit den Fachkräften des Kinderschutzes des Hochsauerlandkreises und den Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialen Dienstes  zusammen.

Die Zusammenarbeit wird von den Fachkräften als sehr positiv beschrieben.

Zur Einschätzung der Gefährdung ist allen Mitarbeitern ein Handlungsfaden und eine Gefährdungsbeurteilung nach einem Punktesystem bekannt, das bei Bedarf angewendet wird.

Auch die Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Frau Daub, die bei uns in der Kita bei Bedarf Sprechstunden anbietet, steht als insoweit erfahrene Fachkraft  zur Verfügung. Auch unsere Regionalleitung  der Kita gem.GmbH, Frau Exner, hat die Ausbildung zur Kinderschutzfachkraft.

 

4.2. Personal

Alle Beschäftigten in unserer Kita sind für Gefährdungen der Kinder durch Misshandlungen oder Missbrauch durch regelmäßige Schulungen von Seiten des Erzbistums Paderborn, je nach Verantwortungsbereich abgestuft, sensibilisiert. Sie legen nach der geltenden Präventionsordnung regelmäßig erweiterte Führungszeugnisse vor. Innerhalb unseres Verbandsgebietes gibt es für mehrere Einrichtungen ausgebildete zuständige „insoweit erfahrene Fachkräfte zur Gefährdungseinschätzung“, an die sich die Einrichtungen mit Beratungsbedarf wenden können.

 

Die Leitung der Kita ist Erzieherin und Heilpädagogin und hat sich in einer 600 stündigen Weiterbildung zur Fachkraft für Sprachförderung qualifiziert. Sie hat das Montessori Diplom erworben, ist Fachkraft U3 , Bewegungserzieher und Familienzentrumsmanagerin.

 

In der Kita arbeiten junge und lang erfahrene Fachkräfte, die sich als Fachkraft U3, Elternbegleiter oder Bewegungserzieher oder Kindheitspädagogen weiterqualifiziert haben.

 

 

5. Raumnutzungskonzept

                                                                             

In der Kita gibt es 4 Gruppenräume, von denen  nach unserem Umbau alle Räume einen Differenzierungsraum haben.

In 3 Gruppen werden aktuell U3 Kinder in der Gruppenform I  betreut.

Im Zuge des Umbaus entstand in der Wohnung über der Kita ein großer Gruppenraum, eine Küche, ein Differenzierungsraum und ein Waschraum sowie eine Personaltoilette. Im Differenzierungsraum finden hier auch Angebote zur Musikalischen Erziehung statt. (einmal wöchentlich kostenloses Angebot durch die Erzieher für alle Kinder)

 

Im Zuge des Umbaus wurden die Spielgeräte für die Ü3 Kinder auf dem Spielplatz eingezäunt, so dass die U3 Kinder nun den kompletten Spielplatz nutzen können.

 

Während des Umbaus wurde ein Gruppenraum unten in der Kita geteilt und hier entstand ein 2. Differenzierungsraum für eine zukünftige Gruppenform II und ein Schlafraum.

Alle Sanitärräume wurden während des Umbaus ebenfalls renoviert.

Es entstand zudem eine Elterntoilette und eine sogenannte „Werkstatt“, die gruppenübergreifend genutzt wird.

 

Die Raumgestaltung der Kita  wurde in den letzten Jahren im Rahmen von 2 Inhouse-Teamschulungen mit Frau Schönrade reflektiert und den Bedürfnissen der Kinder und den neuesten entwicklungspsychologischen Erkenntnissen angepasst.

So befinden sich seitdem weniger Tische und Stühle und mehr Teppiche in allen Gruppenräumen und die Spielzonen wurden großzügiger und thematisch gestaltet.

 

Die Turnhalle wird an jedem Wochentag für gezielte Bewegungsangebote der einzelnen Gruppen genutzt, nachmittags steht sie allen Kindern gruppenübergreifend zur Verfügung. Oft bauen die Erzieher mit den Kindern hier Bewegungslandschaften auf.

 

Im Flur findet man Tische, die für Elterncafes oder Kleingruppenarbeiten der Kinder genutzt werden.

Ebenfalls im Flur findet man verschiedene Fahrzeuge, die von den Kindern genutzt werden können.

 

Ebenfalls im Flur finden die Eltern eine Informationsecke zu Beratungsangeboten, Vereinen und Veranstaltungen. Die Turnhalle und der Flur sind mit einer Trennwand verbunden, die bei Veranstaltungen und Festen variabel zur Seite geschoben werden kann.

 

Die Küche unten in der Kita dient hauptsächlich der Essensausgabe und des Spülens. (täglich bis zu 70 Übermittagskinder) Oben in der Küche gibt es ein Kinderkochfeld, das gruppenübergreifend genutzt werden kann.

 

Im Personalraum werden Angebote zur Sprachförderung durchgeführt, bei Bedarf finden hier auch Elterngespräche oder die Sprechstunde der Erziehungsberatung statt.

Nach unserem Umbau haben wir im Jahr 2017 begonnen, teiloffen zu arbeiten. So haben alle Kinder die Möglichkeit, das vielfältige Raumangebot optimal zu nutzen.

 

 

6. Grundsätze der Bildung und Förderung

 

Die Familien werden in ihrer Erziehungs- und Bildungsaufgabe durch die Kita unterstützt und ergänzt. Hierbei steht die Förderung des Kindes, orientiert an seinen individuellen Bedürfnissen, im Mittelpunkt. Die Zielsetzung der Zusammenarbeit mit den Eltern ist deshalb eine gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. Sie wird in einer partnerschaftlichen Begegnung und mit gegenseitiger Wertschätzung praktiziert. Dies geschieht in einer Haltung der gegenseitigen Toleranz, des Respekts, der Zugewandtheit und des gleichberechtigten Dialogs. Dabei sind die Eltern die Experten für ihre Kinder und das pädagogische Fachpersonal für die Gestaltung, Erziehung und Betreuung in der Einrichtung. Wenn Kinder die Beziehung zwischen den Fachkräften und ihren Eltern als respektvoll und interessiert erleben, so kann es sich in der Einrichtung sicher und geborgen fühlen. Dies ist eine Grundvoraussetzung, damit die Kita als entwicklungsfördernder und anregender Lernort erfahren wird. Interkulturelle Eigenarten der Kinder und Familien werden geachtet.

Grundlage für diese Erziehungspartnerschaft ist der regelmäßige und vertrauensvolle Austausch zwischen Eltern und Fachkräften.

 

6.1. Umsetzung

 

Das Thema Migration nimmt bei uns einen hohen Stellewert ein, 2/3 der Kinder haben eine Migrationsgeschichte und wachsen mehrsprachig auf.

Die Kita hat sich in den letzten Jahren bewusst auf den Weg gemacht und versucht die Bedürfnisse dieser Familien in den Blick zu nehmen.

 

Gerade auch die religionspädagogische Arbeit der Kita wurde im Hinblick auf die Überzahl der muslimischen , andersgläubigen und konfessionslosen Familien in den Blick genommen und gemeinsam mit Eltern, Träger und Kindergartenrat überlegt, wie wir die Elternarbeit gestalten können und wollen.

Mittlerweile wurden auch schon einmal türkische Eltern in den Elternrat gewählt, um die Bedürfnisse der muslimischen Familien besser zu vertreten.

 

Als katholische Kita nimmt auch die religionspädagogische Arbeit einen großen Stellenwert ein. Gemeinsam mit den Eltern feiern wir verschiedene Gottesdienste im Jahreskreislauf.

Über das Familienzentrum gibt es verschiedene Angebote für Eltern und Kinder.

 

Bei der Planung der Angebote versuchen wir die Bedürfnisse und Interessen aller Familien in den Blick zu nehmen. Dazu wird einmal jährlich eine Bedarfsabfrage mit allen Familien durchgeführt. Unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden hier auch die Öffnungszeiten der Kita in den Blick genommen.

 

Die Eltern haben während der Ferien-und Schließzeiten die Möglichkeit, ihr Kind in einer anderen kath. Kita in Brilon betreuen zu lassen. Hier stellen wir gerne den Kontakt her.

Mindestens einmal jährlich werden mit allen Eltern die Bildungsdokumentationen  besprochen und die Gesprächsinhalte dokumentiert und unterschrieben.

 

Die Kita ist als Familienzentrum mit vielen Beratungsstellen vernetzt, zu denen bei Bedarf der Kontakt hergestellt werden kann.

 

 

Mit unserem Anliegen, den Kindern und deren Familien die bestmöglichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsmöglichkeiten zu bieten, erfüllen wir den Förderauftrag des Landes NRW. Dies geschieht, indem wir uns am Wohl des Kindes und an dessen Einzigartigkeit orientieren und daraus kindgerechte Konzepte entwickeln, die diesem Zeit, Raum und Anregung zur Entfaltung seiner Persönlichkeit geben. So wird die Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen, selbstbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit unterstützt.

 

 

6.2. Bildungsbereiche   

                                                          

6.2.1.Bewegung

 

Als anerkannter Bewegungskindergarten NRW nehmen angeleitete und freie Bewegungsangebote täglich einen hohen Stellenwert ein.

Dazu wurde auch die Raumgestaltung der Gruppenräume und des Flurs dem Bewegungsbedürfnis der Kinder angepasst.

In den Gruppenräumen gibt es nur wenige Tische und Stühle und dafür mehr Teppiche und Bewegungs-Spielzonen.

Jede Gruppe turnt an einem Tag in der Woche unter Anleitung einer Erzieherin in Kleingruppen in der Turnhalle.

Auch der Flurbereich wurde nach bewegungsfreudigen Aspekten gestaltet. Hier können die Kindermit Dreirädern und Bobbycars einen Parcour fahren.

Einmal jährlich erwerben alle Kinder  Kinder im Rahmen eines Projektes das Mike-Sportabzeichen.

Der Spielplatz bietet den Kindern viel Platz zum Laufen und Toben, zum Fußballspielen oder Fahren mit den Fahrzeugen. Auf dem Spielplatz gibt es eine Matschanlage, ein Klettergerüst, eine Vogelnestschaukel und einen Barfußpfad.

Morgens und nachmittags während des Freispiels dürfen die Kinder auch den Spielplatz nutzen.

Oft machen die Kinder auch Spaziergänge zum Kreishauspark, in die Stadt oder zu nahegelegenen Spielplätzen. Den kleineren Kindern steht hierzu auch ein 6 sitziger Bollerwagen zur Verfügung.

 

 

6.2.2.Körper, Gesundheit und Ernährung

 

Gesunde Ernährung nimmt einen großen Stellewert in der Kita ein. Daher wurde die Bewegungskita auch mit dem Pluspunkt Ernährung ausgezeichnet.

Mittags gibt es für die Kinder ein warmes Mittagessen, das von dem Metzger angeliefert wird.

Hierbei werden auch die Wünsche der Kinder berücksichtigt, die Kita gibt dem Lieferanten jede Woche eine Rückmeldung, was den Kindern gut geschmeckt hat oder was geändert werden soll.

Für die muslimischen Kinder gibt es einen gesonderten Speiseplan. Fast alle Kinder bleiben den ganzen Tag in der Kita  und essen hier mittags- dabei nutzen viele Kinder auch das Bildungs-und Teilhabepaket. Den Kindern steht den ganzen Tag über Tee und Mineralwasser zum Trinken bereit.

Nachmittags besteht für die Kinder die Möglichkeit, einen –gesunden- Nachmittagssnack einzunehmen, den sie von zu Hause mitbringen. Hier darf es gelegentlich auch eine Süßigkeit /Plätzchen geben.

 

In jedem Jahr führen wir die Aktion „Ich geh zur U und Du“ durch. Hier werden die Vorsorgehefte der Kinder in der Kita kontrolliert und die Kinder lernen die Wichtigkeit der Vorsorgeuntersuchungen kennen.

Bei allen 4 jährigen Kindern wird mit Einverständnis der Eltern in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt eine Reihenuntersuchung durchgeführt.

Der Briloner Kinderarzt Michael Ecken lädt im Rahmen dieses Projekts alle 4 jährigen Kinder der Kita zur Kuscheltiersprechstunde in seine Praxis ein.  

Während des Projekts lernen die Kinder ihren Körper kennen, lernen Körperteile zu benennen und erfahren, wie eine gesunde Ernährung aussieht.

Auch die Zahnarztpraxis des Patenzahnarztes Dr. Busch/Kraft besuchen die Kinder während der Kindergartenzeit. Eine Arzthelferin besucht regelmäßig die Kita, um den Kindern die richtige Zahnpflege zu vermitteln. Die Praxis stelle zudem jedes Jahr Zahnbürsten und Becher für die Kinder zur Verfügung.

In den Hochbeeten der Kita pflanzen sie Obst und Gemüse an, ernten dies und helfen bei der Zubereitung.

In den Gruppenräumen finden die Kinder verschiedene Materialien, die ihren Tast-und Sehsinn, ihren Geschmacks, Geruchs und Gleichgewichtssinn ansprechen und fördern. So lernen die Kinder ihre Sinne kennen, können diese trainieren und später gezielt einsetzen. Nachdem einige Mitarbeiter das Präventionsprogramm „Jolinchen Kids“ der AOK besucht haben, führen wir auch dieses Programm durch. Die Kinder aller Gruppen frühstücken um 9 Uhr gemeinsam in den Gruppen.

 

6.2.3.Sprache und Kommunikation 

 

Wie später unter Punkt 7 ausführlich beschrieben nimmt die Sprachförderung in unserer Kita einen hohen Stellenwert ein.

 

6.2.4. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

 

Wie schon unter 3.2 beschrieben sammeln die Kinder in der Kita vielfältige soziale Fähigkeiten.

In unserer Kita treffen Kinder und Familien mit unterschiedlichen Kulturen und Lebensformen aufeinander. Kinder sind neugierig und fragen nach.

(Warum hat K. Papa schwarze Haut?)

Wir versuchen den Kindern Fragen auf ihre Antworten zu geben, wir bringen aber auch Verständnis gegenüber, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene Ängste und teils auch Vorbehalte gegenüber Fremden haben.

 

Im täglichen Miteinander wollen wir

aufstehen,

aufeinander zugehen,

voneinander lernen,

füreinander da zu sein.

 

Auch bei unseren Festen und in der Raumgestaltung spiegeln sich die vielfältigen Nationalitäten der Familien unserer Kita wieder.

6.2.5. Musisch-ästhetische Bildung

 

Musik ist ein Bereich, der Kinder schon vor der Geburt fasziniert.

Musik spricht die Sinne an und lässt innere Bilder im Kopf entstehen.

 

Gemeinsames Singen und Musizieren bereitet den Kindern Freude und fördert auf sie vielfältige Weise:

 

Wir geben daher unseren Kindern während des Freispiels und in angeleiteten Angeboten und Stuhlkreisen  die Möglichkeit:

 

-gemeinsam zu singen und zu musizieren;

-einfache Instrumente kennenzulernen und einzusetzen;

-ihre Wahrnehmungen und Gefühle mit Gesang und Instrumenten auszudrücken;

-Klang-und Geräuscheigenschaften verschiedener Instrumente kennenzulernen und einzusetzen;

-Geschichten zu verklanglichen;

-zu tanzen

Zwei Erzieherinnen führen einmal wöchentlich nachmittags einen „musikalischen Nachmittag“ als kostenloses Angebot für alle interessierten Kinder durch. Die dort erarbeiteten Elemente werden auch regelmäßig den Eltern präsentiert (in der Kita, Pfarrfest, Weihnachtsmarkt)

 

6.2.6. Religion und Ethik

 

In ihrem Alltag begegnen Kinder vielfältigen religiösen Bräuchen und Symbolen. Unsere Gesellschaft ist zunehmend interreligiös geprägt. Daher wird Offenheit und Akzeptanz im interreligiösen Dialog wichtiges Qualitätsmerkmal der pädagogischen Arbeit im Elementarbereich.

 

Wie unter Punkt 6.3. später noch ausführlich beschrieben bildet sowohl die katholische Bildungsarbeit als auch der interreligiöse Dialog einen großen Schwerpunkt in unserer Arbeit.

Unsere Kita wurde im März 2017 als Familienpastorale Ort der Gemeinde vom Erzbistum Paderborn zertifiziert.

Als Jahresthema beschäftigen wir uns im Jahr 2017/18 mit dem Projekt: Religiöse Bildung und Partizipation, bei dem wir mit Eltern und der Kirchengemeinde eng zusammen arbeiten.

Im Oktober 2017 wurden wir vom Erzbistum Paderborn für unser durchgeführtes Projekt: „Engel der Kulturen“ mit dem KitaREL Preis ausgezeichnet.

Im Jahr 2019 wurden wir ebenfalls mit dem KitaRel Preis für die Durchführung des Misicals „Arche Noah2 ausgezeichnet.

 

6.2.7 Mathematische Bildung

 

Unsere Welt steckt voller Mathematik. Die gesamte Einrichtung und Umgebung sowie Alltags-und Spielmaterialien können zur mathematischen Förderung genutzt werden.

 

Mathematische Bildung geschieht bei uns in der Kita durch:

 

- das Entdecken einfacher Muster und das Beschreiben von Regelmäßigkeiten

( Ornamente, Plättchenreihen, die von den Kindern vervollständigt werden)

 

- das Kennenlernen von Ordnungssystemen wie Kalender, Uhren...

-Tätigkeiten wie messen und wiegen (z.B. bei hauswirtschaftlichen Angeboten)

-Raumerfahrungsübungen oben, unten, rechts, links

-Kennenlernen geometrischer Formen

-Würfelspiele,

-Kennenlernen von Zeitmaßen (Tag, Monat, Jahr)

-Kennenlernen von Hausnummer, Telefonnummer oder Geburtsdatum,

-Vermittlung von Zahlen und Mengen bei Regelspielen, Puzzlen oder Arbeitsblättern

-Besuch einer Bank,(Schatzsuche)  erstes Rechnen mit Spielgeld,

 

 

 

 

Besonders die älteren Kinder beschäftigen sich intensiv mit der mathematischen Bildung auch im Rahmen des Schulkindertreffs gruppenübergreifend nachmittags einmal wöchentlich.

 

 

 

 

6.2.8 Naturwissenschaftlich-technische Bildung

 

Naturwissenschaftliches Lernen lässt sich in vielen Alltagssituationen aufgreifen (beim Waldspaziergang, beim Basteln, beim Plätzchenbacken) und realisiert sich besonders ertragreich in Verbindung mit anderen Themenbereichen wie beispielsweise Mathematik, Ökologie oder Technik.

Kinder sind mit technischen Geräten vertraut (CD Player, Handy, Computer) und gehen selbstständig mit ihnen um. Mit großem Interesse schrauben sie Radios und Wecker auseinander und erkunden ihr Innenleben.

Anhand von Begegnungen mit  der Natur entdecken Kinder Zusammenhänge, beginnen sie zu verstehen und einzuordnen. Vielfältige Angebote regen zum Staunen, fragen und Experimentieren an:

 

Diese sind bei uns in der Kita:

 

-Waldtage ( regelmäßig mit ehrenamtlichem NABU Führer)

-Tierbeobachtungen in der Kita z.B. Hühner, Schmetterlinge

-Spaziergänge durch die Stadt und in die Natur (fast täglich)

-Bepflanzen und Ernten der Hochbeete auf dem Spielplatz

-Experimentiernachmittage

-Backen und Kochen (erhitzen, Veränderlichkeiten von Stoffen)

-großflächige Bauteppiche zum Bauen und Konstruieren

-alte technische Geräte, die auseinandergebaut werden können

-Besuch von Firmen der Eltern  ( z.B. Autowerkstatt, Blumenladen)

 

 

 

6.2.9 Ökologische Bildung

 

Pflanzen, Tiere und Menschen leben gemeinsam auf der Erde und sind voneinander abhängig.

Kinder bringen eine natürliche Neugierde für Natur und Umwelt mit. Durch das Kennenlernen und Beobachten von natürlichen Lebenszyklen in Natur und Umwelt werden die Kinder an unterschiedliche Themen und Fragestellungen wie Leben und Tod, Gewitter, Erdbeben oder Hochwasser herangeführt.

Wenn Kinder eine Beziehung zu ihrer Umwelt hergestellt haben, erkennen sie Zusammenhänge und können eigene Verhaltensweisen entwickeln, die sich im Umgang mit der Natur und Umwelt positiv zeigen.

 

Diese werden bei uns gefördert durch:

 

-Naturnahes Außenspielgelände mit Pflanzen, Sträuchern und Bäumen,

-Spaziergänge, Waldbesuche,

-Liebe zur Natur ausstrahlen, eigene Achtung vor der Schöpfung vorleben,

-Tierbeobachtungen,

-Bereitstellen von Beobachtungsmaterialien wie Lupen, Pinzetten

-Bereitstellen von altersentsprechenden Sachbüchern und Nachschlagewerken,

-Durchführung von Projekten (Wald, Bauernhof, Wetter)

-Abfalltrennung

-sparsamer Verbrauch von Strom und Wasser

 

 

 

6.2.10 Medien

 

Kinder wachsen mit den verschiedensten Medien auf und nutzen diese je nach Verfügbarkeit in ihrer Lebenswelt wie selbstverständlich.

In unserer Kita lernen die Kinder zunächst einmal die klassischen Medien wie Bilderbücher, CD Player oder auch Zeitungen kennen.

 

Einmal im Monat gibt es auf Wunsch der Kinder einen sogenannten Kinonachmittag in unserer Turnhalle. Hier dürfen sich die Kinder zuvor eine DVD aussuchen, die wir in der Stadtbibliothek ausleihen und dann mit dem Laptop und Beamer anschauen.

 

Bei den regelmäßigen Besuchen der Stadtbibliothek lernen die Kinder die Bücherei kennen und machen einen Bücherei-Führerschein. Beim letzten Besuch kurz vor der Einschulung sind auch die Eltern miteingeladen, sich die Bücherei anzuschauen, sich über die Angebote und Medienvielfalt zu informieren und bei Interesse einen Leihausweis für ihr Kind zu beantragen.

Während der Kindergartenzeit haben die Kinder jeden Dienstag die Möglichkeit, sich Bücher in der evangelischen Bücherei auszuleihen. Zwei Mitarbeiter der Bücherei besuchen regelmäßig dienstags die Kita.

 

 Bei Interesse können die Kinder zu bestimmten Themen und Projekten im Beisein der Erzieherinnen auch das Internet nutzen und sich hier informieren.

 

 

Sehr viele unserer Kinder haben zu Hause ein sehr großes Repertoire an Computerspielen und neuen Medien. Viele unserer Kinder besitzen bereits ein Handy.

Wir als Kita sehen hier schwerpunktmäßig unseren Auftrag in der Elternarbeit.

Gemeinsam mit der VHS und der Stadtbibliothek gab es in letzten Jahr 2 Medientage, in denen Eltern über Medienkompetenz und mögliche Risiken der Mediennutzung informiert wurden.

 

6.3. Umsetzung des religionspädagogischen Leitbildes          

 

Wie schon unter Punkt 3 beschrieben, richten wir als katholische Kindertageseinrichtung unsere pädagogische Arbeit an dem Kirchenjahr aus.

 

Wir feiern die Feste des Kirchenjahres

 

-Erntedank,

-St. Elisabeth,

-Advent / wir machen uns mit Josef und Maria auf dem Weg nach Bethlehem, bauen die Krippe auf, besuchen die Krippe in der Propstei-und Nikolaikirche,

-Weihnachten, (Friedenslicht der Pfadfinder)

-Heilige 3 Könige,

-Aschenkreuz und Fastenzeit (wöchentliche Bibeltage in der Kita)

-Gottesdienste während der Fastenzeit

-Abschlussgottesdienst der Schulkinder .

 

So wachsen die Kinder in den Glauben und in die Kirchengemeinde hinein.

 

 

An Familienbibeltagen des katholischen Familienzentrums treffen sich Familien im kath. Pfarrzentrum, um gemeinsam zu einem biblischen Thema verschiedene Workshops zu erarbeiten, gemeinsam Gottesdienst zu feiern und einen schönen Tag miteinander zu verbringen.

 

Die Kita gem. GmbH als Träger hat als Leitbild das Buch

„Gott in der Kita" -die Kita als pastoralen Ort“ - herausgegeben.

 

Hier geht es inhaltlich darum, zu

-erfahren, dass es Gott gibt,

-feiern, dass es Gott gibt,

-handeln, weil es Gott gibt.

 

Nach einem gemeinsamen Fachtag mit Leitungskollegen und Trägervertretern hat unsere Kita den Wunsch geäußert, das religionspädagogische Leitbild der Kita unter dem Aspekt der vielen nicht katholischen und überwiegend muslimischen Kinder und Familien in den Blick zu nehmen.

So wurde von der Kita gem. GmbH ein Interreligiöser Fachtag mit einer Gemeindereferentin organisiert. Hier wurden u.a. Gemeinsamkeiten des Christentum und des Islam herausgearbeitet. Um sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen, wurde ein Teamtag mit unserem Propst und der Regionalleitung geplant. Gemeinsam wurde  überlegt, wie wir zukünftig als katholische Kita unsere religionspädagogische Arbeit gestalten wollen. Aktuell beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema: „Religiöse Bildung und Partizipation“. Hier werden die Eltern und Kirchengemeinde aktiv einbezogen.

Auch das katholische Profil soll so wieder gestärkt werden.

                                  

6.4. U3 Betreuung                                                                                            

 

Unsere U3 Kinder werden zur  Zeit in 3 Gruppen  betreut.

Im Kindergartenjahr 2020/21 betreuten wir 24 U3 Kinder in Gruppenform I und II.

 

Die Spielmaterialien der Gruppenform I  ist den Bedürfnissen der U3 Kinder angepasst, bietet aber auch Anreize für die älteren Kinder.

 

Um auch den Bedürfnissen der Kinder unter 2 Jahren gerecht zu werden, wurde im August 2018 die Gruppenform II eröffnet. Dort werden 12 Kinder aktuell ab 11 Monate betreut. Außerdem gibt es in unserer Einrichtung weiterhin zwei altersgemischte Gruppen, in der Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren betreut werden. (Gruppenform I)

Bei der Raumgestaltung der Gruppenform II wird auf die besonderen Bedürfnisse dieser Altersgruppe eingegangen. Der große Bewegungsdrang findet Berücksichtigung in unserem Nebenraum, der als Bewegungsraum genutzt wird, aber auch im Gruppenraum, der viel Platz lässt um zu laufen, krabbeln oder um mit Fahrzeugen zu fahren.  Auch das Bällebad und die Schaumstoffpodeste bieten den Kindern Möglichkeiten sich auszutoben und ihre koordinativen Fähigkeiten kennen zu lernen und zu stärken. Des Weiteren steht der Gruppe ein direkt angrenzender, abgetrennter Außenbereich zur Verfügung. Dort haben die Kinder  die Möglichkeit das Außengelände zuerst im geschützten Bereich zu erkunden, bevor sie später auch mit den anderen Gruppen auf dem großen Außengelände spielen können.

Das Mobiliar wurde an die Körpergröße der Kinder angepasst, so wurden extra kleinere Tisch und Stühle mit der Sitzhöhe 22 cm oder 26 cm angeschafft. Außerdem bieten viele Teppiche die Gelegenheit zum Krabbeln, Bauen und Spielen. Auf den naturwissenschaftlichen Bildungsbereich wurde ein besonderes Augenmerk gelegt. Durch die Anschaffung eines Aquariums können die Kinder die Pflege von Lebewesen aktiv mitgestalten.

Der Tagesablauf ist auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. So wird beispielsweise mit den Kleinsten bereits um 11:30 Uhr Mittag gegessen, sodass die Kinder wie in ihrer häuslichen Umgebung bereits frühzeitig ihren Mittagsschlaf halten können. Dieser findet im direkt anliegenden Schlafraum in einer liebevoll gestalteten Umgebung statt. Jedes Kind hat dort ein eigenes Bett.

Wie auch in den anderen Gruppen finden auch in dieser Gruppe bei der täglichen pädagogischen Arbeit alle Bildungsbereiche Berücksichtigung. Einmal in der Woche findet am Nachmittag für die U3 Kinder musikalische Früherziehung statt.

Wir gewöhnen nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell sanft ein. Dort stehen wir in engem Kontakt mit den Bezugspersonen um jedem Kind individuell einen guten Einstieg zu ermöglichen.

 

6.5 Integration / Inklusion                                                                 

 

6.5.1.Definition:

Integrative Erziehung geht vom Grundsatz der uneingeschränkten Teilhabe (engl. Inclusion) aus. Kinder mit Behinderung wachsen mit Kindern ohne Behinderung auf, werden gemeinsam betreut und gebildet. Das Konzept der Inklusion geht über die Förderung und Unterstützung nach individuellen Bedürfnissen bezogen auf die Kinder im System Kindertageseinrichtung hinaus. Inklusion hat eine gesellschaftliche Dimension.(vergl. Theorie und Praxis der integrativen Arbeit Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e. V. )

§8 Integrative Bildungs-und Erziehungsarbeit

Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von einer Behinderung bedroht sind, sollen gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung gefördert werden. Die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung und von Kindern, die von einer Behinderung bedroht sind, sind in der pädagogischen Arbeit zu berücksichtigen.

Eine wichtige Voraussetzung für die Einschätzung  des Entwicklungsstandes des Kindes ist die Beobachtung der Kinder durch die Erzieherinnen.

Werden hier Anhaltspunkte deutlich, die auf eine Entwicklungsverzögerung und/oder geistige, körperliche und seelische Behinderung hinweisen,  teilen die Fachkräfte ihre Beobachtungen den Eltern bei den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen mit und es wird gemeinsam überlegt, wie die Förderung des Kindes gelingen kann.

Betroffene Eltern haben dann die Möglichkeit,  ihr Kind bei der Kinderfrühförderung oder auch in einem SPZ vorzustellen, hier begleiten die Fachkräfte oft die Eltern und Kinder.

 Sollte auch bei diesen Untersuchungen eine Entwicklungsverzögerung/drohende Behinderung deutlich werden, können Eltern einen Antrag auf Integrative Erziehung stellen.

Das Kind wird dann nach der Genehmigung durch den LWL von einer zusätzlich eingestellten  Integrationskraft in der Kita gefördert.

Bei besonderen Erkrankungen ist ebenfalls oft ein erhöhter Betreuungsmehrauswand gegeben. Auch hier unterstützt die Integrationskraft das Team bei den alltäglichen pädagogischen und pflegerischen Aufgaben.

Im April 2018 führten wir einen Teamtag mit Frau Wissing DICV zum Thema Inklusive Pädagogik durch.

 

6.5.2. Säulen der Integrationspädagogik:

Zunächst einmal sammeln die Erzieherinnen Informationen zum Kind, sie erkennen Stärken, Fähigkeiten und Vorlieben und reflektieren diese gemeinsam.

Bei besonderen Krankheitsbildern informieren sich die Fachkräfte zudem über das Krankheitsbild, Symptome, Medikation, Therapiemöglichkeiten,  u.s.w.

Im nächsten Schritt geht es darum, die Bedürfnisse und Bedarfe der einzelnen Integrationskinder herauszustellen. Hier wird konkret überlegt, welcher  Unterstützungs-und Förderbedarf besteht, ob eine Medikamentenvorgabe vorliegt…

 

6.5.3. Rolle des Teams:

Auch die Klärung der Rolle des Teams und der einzelnen Fachkräfte untereinander ist ein zentraler Punkt  der Integrativen Erziehung. Wer übernimmt welche pädagogischen Maßnahmen, Kleingruppenarbeiten, Einzelförderung, Elterngespräche…

Das Thema „integrative Erziehung“ hat einen festen Stellenwert bei unseren Teamsitzungen. Bei jedem Treffen informiert die Integrationskraft über Erfolge, Schwierigkeiten und Ziele der integrativ betreuten Kinder.

Die Integrationskinder sind auf mehrere Gruppen aufgeteilt. Eine Fachkraft  in einer dieser Gruppen übernimmt die Außenkontakte und alle administrativen Aufgaben, während sie mit den Kolleginnen der anderen Gruppen in regelmäßigem Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder steht.

(vergl. Gemeinsame Erziehung LWL S.17 überarbeitete Auflage 2006)  

 

6.5.4.Integrativer Arbeitskreis

Die Fachkraft für die Integrative Erziehung nimmt 2 Mal jährlich am Austausch der Integrationskräfte der Kath. Kindertageseinrichtungen Hochsauerland Waldeck gem. GmbH mit einem Trägervertreter teil.

6.5.5. Methoden der Integrativen Erziehung:

Einzelarbeit und Kleingruppenarbeit  in den Bereichen

-Kreativangebote-körperorientierte Verfahren, Massagen

-Bewegungsangebote

-Phantasiereisen

-Angebote zur Rhytmik

-Angebote zur Sprachförderung, Bilderbuchbetrachtungen, Singen, Stuhlkreis

- Konzentrationsübungen (MKT)

-Graphomotorik (Bleistiftführerschein)

-Angebote zur Sprache und Bewegung

-Psychomotorische Einheiten

Neben den vielfältigen Einzel-und Kleingruppenarbeiten ist es Ziel der Integrationskraft, das Kind weitgehend in den pädagogischen Alltag der Gruppe zu integrieren.

Die Fachkraft für Inklusion besucht aktuell die Weiterbildung „Inklusion“ des DICV Paderborn.

6.5.6. Elternarbeit

Mit den Eltern der Integrationskinder findet ein regelmäßiger Austausch über Entwicklungsfortschritt, Schwierigkeiten und Fördermöglichkeiten auch zu Hause statt.

6.5.7 Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften

Die Fachkräfte der Kita arbeiten zudem auch eng mit den Ärzten, Therapeuten, Beratungsstellen, Logo und Ergotherapeuten zusammen und beraten und unterstützen sich hier gegenseitig, soweit die Eltern hierzu ihr Einverständnis gegeben haben.

6.6. Schwerpunktkonzept

Die Kita ist seit dem Jahr 2008 gemeinsam mit den Kitas St. Petrus und Andreas und St. Maria in Brilon zertifiziertes Familienzentrum NRW.

 

Die Kita wurde zudem im Jahr 2011 vom Kreissportbund mit dem Gütesiegel "Bewegungskindergarten NRW" ausgezeichnet.

 

Im Jahr 2013 erhielt der Bewegungskindergarten vom Kreissportbund das Gütesiegel "Pluspunkt Ernährung"

 

Seit dem Jahr 2011 wird die Kita über das Projekt "Frühe Chancen-Schwerpunktkita Sprache und Integration"gefördert, seit dem 1.8.2014 als PLUSKita.  2019 wurden wir vom LWL Jugendhof Vlotho zur Literaturkita zertifiziert.

Seit 2015 nehmen nun am Projekt: Sprachkita“ Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil.

 

Somit nimmt die Bewegungsbeförderung und die Sprachförderung einen großen Stellenwert in der pädagogischen Arbeit dar.

Alle Mitarbeiterinnen sind ausgebildete Bewegungserzieherinnen und bilden sich hier regelmäßig fort.

Auch das Thema Gesunde Ernährung ist wichtig, so gibt es täglich frisches Obst und Gemüse, eine Getränkestation und das Essen orientiert sich an den Bedürfnissen und Wertvorstellungen der Familien. (Muslime, Hindus...) Auch die Eltern werden in die gesunde Ernährung der Kinder einbezogen.

 

Über das Familienzentrum stehen den Eltern verschiedene Angebote wie der Mini-und Babyclub oder das Eltern Kind Turnen zur Verfügung, das von einigen Eltern genutzt wird.

Über das Familienzentrum ist die Kita auch mit vielen Beratungsstellen vernetzt, die die Eltern unterstützt.

 

 

7. Sprachförderung

 

7.1. Alltagsintegrierte Sprachbildung

                                              

Die alltagsintegrierte Sprachförderung ist wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit und wird regelmäßig in den Teamsitzungen und den Gruppenteamsitzungen thematisiert.

Die Leitung der Kita hat eine 600 stündige Fortbildung zur staatlich anerkannten Fachkraft für Sprachförderung am Berufskolleg absolviert. Frau Rodrigues hat die Weiterbildung zum Elternbegleiter absolviert und in den letzten 2 Jahren die Bereiche Sprache und Integration in der Kita besonders in den Blick genommen. So tauschen sich mittlerweile regelmäßig in den Team-und Gruppenleitersitzungen   die Erzieherinnen über Beobachtungen, Förderbedarfe, Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Kinder aus und gemeinsam mit den Kindern werden Projekte und Materialien abgesprochen, die die Sprache der Kinder alltagsintegriert fördern.

Aufgrund der Bedürfnisse der Kinder wird auch die Raumgestaltung der Kinder immer wieder in den Blick genommen und situationsorientiert umgesetzt (z.B. Schminkecke, Verkleidungsecke, Rollenspielecken zu Berufen…)

 

Die Fachkräfte nehmen dabei die möglichen sprachförderlichen Aspekte gezielt in den Blick

 

und erarbeiten Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung

-durch offene Gespräche,

-Wiederholung,

-Bilderbücher,

-Sing-und Mitmachspiele,

-Geschichten und

-Regelspiele während des Freispiels.

 

Aufgrund der Entwicklungsbeobachtung der einzelnen Kinder planen die Erzieherinnen besondere Projekte auch in Einzel-und Kleingruppenarbeit und führen diese (während des Freispiels) durch (z.B   Das ist mein Körper, Bauernhof, Farben)

 

Aufgrund der Beobachtungen in den einzelnen Gruppen planen die Fachkräfte der Gruppen die verschiedenen Projekte im Jahreskreislauf gezielt unter sprachförderlichen Aspekten

(z.B. Polizeiprojekt mit den Vorschulkindern)

 

Besonders die älteren Kinder lieben es, in  Kinderkonferenzen ihren Tag gemeinsam zu planen und z.B. Alltagsaufgaben zu verteilen und zu übernehmen.

Sprachliche Fähigkeiten sind hierzu Grundvoraussetzung, das Diskutieren in der Konferenz  ist ein stetiger Prozess für die Kinder.

 

Die Sprachförderung der U3 Kinder findet überwiegend alltagsintegriert statt.

Dies geschieht durch

-Bilderbuchbetrachtungen,

-Einsatz gezielter Regelspiele (Formen, Farben)

-Puzzle zu bestimmten Themen (Fahrzeuge, Tiere, Lebensmittel)

-Erzählkarten,

-Finger-und Singspiele,

-Rollenspiele,

-offene Gespräche (z.B. beim Frühstück –was hast Du heute bei, was hast Du gestern gemacht…)

-sprachliche Begleitung von Handlungen.

Die Leitung und die Sprachförderkraft ´haben auch die verbal Qualifizierung über pädquis besucht.

 

Über das Projekt Sprachkita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, nehmen die Leitung und die Fachkraft für Sprachförderung regelmäßig am Arbeitskreis mit unserer Fachberatung Frau Scheer des DICV Paderborn teil.

Frau Scheer besucht die Einrichtung regelmäßig zur Teamsitzung, hier werden aktuelle Themen der Sprachförderung mit den Kindern oder auch der Elternarbeit in den Blick genommen.

 

Während der Tandem-Treffen haben die Leitung und Sprachförderkraft besonders auch die Angebote für Eltern in den Blick genommen und geschaut, wie die Elternbeteiligung gestärkt werden kann und die Beziehung zwischen Kindern und Eltern gefördert wird. Seit einigen Monaten finden nun z.B. regelmäßig Spielnachmittage für Eltern und Kinder statt, bei denen die Eltern angeleitet werden, ihr Kind spielerisch zu fördern und Kontakte zu knüpfen. Auch Ausflüge (Bücherei, Stadtführung, … ) wurden initiiert und gut angenommen.

Mit allen Vorschulkindern führen wir ab Oktober täglich das HLL Förderprogramm durch.

 

Dienstags beuschenuns ehrenamtliche der Evangelischen Bücherei, und alle Kinder dürfen Bücher ausleihen. Jeden Dienstag stehen Bücher im Mittelpunkt unserer Arbeit, die ausgeliehen und zu Hause gelesenen Bücher werden nachbesprochen und finden Wertschätzung.

 

 

 

7.2. Umgang mit Mehrsprachigkeit 

 

In unserer Kita wächst der überwiegende Teil der Kinder mehrsprachig auf.

Wir schätzen diese Fähigkeit und ermutigen die Eltern, diese Fähigkeit weiter auszubauen und als Chance in unserer globalen Welt zu sehen.

Da die Muttersprache die Herzenssprache der Kinder ist, soll diese gefördert und zu Hause gesprochen werden, gerade auch wenn die Eltern selber nicht so gut die deutsche Sprache sprechen.

 

Wenn die Kinder ihre Muttersprache gut sprechen, lernen sie in der Kita auch schnell die deutsche Sprache. Während des Freispiels oder auf dem Spielplatz dürfen sich die Kinder in ihrer Muttersprache unterhalten, bei gezielten Angeboten oder im Stuhlkreis wird aber deutsch gesprochen.

 

Wir versuchen, mehrsprachige Lieder oder Musik in den Alltag einzubauen und den Kindern so ein Gefühl der Heimat zu bieten (z.B. Askardaslar edele)

Für die Eltern gibt es mehrsprachige Informationszettel und bei Bedarf können andere Eltern bei Gesprächen und Fragen dolmetschen. Hier stellen wir gerne den Kontakt her.

 

                                              

7.3. Angebote zur Sprachförderung                                               

 

Für die Kinder, die nach den Beobachtungsverfahren ein  erhöhter Sprachförderbedarf festgestellt wurde, gibt es sowohl alltagsintegrierte Sprachförderung während des gesamten Tages als auch besondere Angebote in Kleingruppen und in Einzelförderung . In jeder Gruppe hat eine Erzieherin als feste Bezugsperson die  Sprachförderung der Kinder im Blick.

 

Alle Kinder der Einrichtung besuchen auch regelmäßig einmal im Monat die Stadtbibliothek zum Bilderbuchkino.

 

An jedem Dienstag findet bei uns ein „Büchertag „ statt. Hier können die Kinder Bücher ausleihen und ein Kind stellt im Stuhlkreis den Kindern ein Buch vor, das es zu Hause erarbeitet hat bzw. ihm gut gefällt.

 

Da die Kita als Schwerpunkt Kita -Sprache und Integration-und Sprachkita“ und im Folgeprogramm „Weil Sprach der Schlüssel zur Welt ist“ gefördert wird, bietet die zusätzlich eingestellte Fachkraft montags, dienstags und mittwochs morgens besondere Angebote zur Sprachförderung für alle Kinder der Kita in Kleingruppen an.

 

Nachmittags sieht sie ihre Aufgabe überwiegend in der Beratung des Teams zu allen sprachförderlichen Aspekten und der Beratung von Eltern (zu sprachförderlichen Aspekten)

 

Gerade auch die Eingewöhnung in die Kita unter dem Aspekt Mehrsprachigkeit und der Übergang der Kinder in die Grundschule wurde hier oft mit Eltern thematisiert.

 

 

 

8. Dokumentation

 

Basis für die Bereitstellung bedürfnisorientierter und anregender Entwicklungs- und Lernumgebungen sind ressourcenorientierte und ganzheitliche Beobachtungen der Lernprozesse und -fortschritte aller Kinder. Die Beobachtungen werden dokumentiert und die gewonnenen Erkenntnisse werden reflektiert, um die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung Schritt für Schritt zielgerichtet begleiten zu können.

Die pädagogischen Fachkräfte bieten den Eltern einen regelmäßigen und wechselseitigen Austausch über die Entwicklungsprozesse ihres Kindes an.

 

 

 

8.1. Methoden & Formen der Beobachtung und Dokumentation

 

Bereits vor der Aufnahme in die Kita führen wir mit den Eltern ein Aufnahmegespräch, in dem wir uns mit Hilfe eines Fragebogens "Das bin ich" über die Familie, weitere Bezugspersonen, die bisherige Entwicklung, Lieblingsspielmaterialien, Essverhalten... austauschen.

Dieses Gespräch kann auf Wunsch der Eltern auch zu Hause stattfinden. Gerne stehen dabei auch andere Eltern der Kita zum Dolmetschen zur Verfügung.

 

Diese ersten Gesprächsinhalte sind der erste Meilenstein der Dokumentation in der Portfolio Mappe, die wir für jedes Kind anlegen.

 

Während der Kindergartenzeit stehen den Erzieherinnen verschiedene Beobachtungsverfahren zur Verfügung, die teils standardisiert, teils bei Bedarf angewendet werden.

 

Diese sind:

 

-Gelsenkirchener Entwicklungsgitter

-Beobachtungsbogen für U3

-Schulfähigkeitsprofil (erarbeitet gemeinsam mit den Lehrern der Briloner Grundschulen)

-BASIC –alle Kinder

-BISC

Für die U3 Kinder wird halbjährlich der Petermann und Petermann  Beobachtungbogen angewandt, das Gelsenkirchener Entwicklungsgitter ab 3 Jahre wird jährlich ausgefüllt und bei den Elternsprechtagen mit den Eltern besprochen. Die Auswertung des Bogens und sich daraus ergebene Fördermöglichkeiten werden besprochen, dokumentiert und von den Eltern unterschrieben.

Das sogenannte Schulfähigkeitsprofil wird im November und Mai im Jahr vor der Einschulung für alle schulpflichtig werdenden Kinder angewandt, mit den Eltern besprochen und mögliche Förderbedarfe mitgeteilt. Auch dieser Bogen wird von den Eltern nach dem Gespräch unterschrieben.

BISC Testung erfolgt für die schulpflchtig werden Kinder, deren Eltern ihr Einverständnis dazu geben.

Wir empfehlen den Eltern, diesen Bogen zusammen mit den Bildungsdokumentation und der Portfolio Mappe vor Schulbeginn in der Schule zu zeigen, damit der Übergang von Kindergarten zu Grundschule gut gelingen kann und die Lehrerein an den Stärken, Fähigkeiten und Erfahrungen der Kinder anknüpfen kann.

In der Portfolio Mappe wird zudem dokumentiert, welche Angebote das Kind in der Kita genutzt hat, welche Entwicklungsschritte es gemacht hat und was es sonst während der Kindergartenzeit erlebt hat.  Die Bildungsdokus wird durch viele Fotos lebendig und ansprechend für die Kinder und Eltern.

9. Zusammenarbeit mit Eltern

9.1. Eingewöhnung                                                                               

 

Die Eingewöhnung der Kinder in die Kita wurde in den letzten Jahren immer weiter entwickelt.

 

Nachdem die neuen Eltern sich bei einem gemeinsamen Spielnachmittag für Kinder und Eltern ein bisschen gelernt haben, findet ein Gespräch mit den Erzieherinnen der Gruppe, in die das Kind gehen wird, statt.

 

An diesem Nachmittag tauscht sich die Erzieherin mit den Eltern aus, lernt das Kind und die Familie kennen und bespricht den von der Kita entwickelten Fragebogen "Das bin ich"

Danach wird mit der Familie individuell die Eingewöhnung besprochen.

Auf Grundlage des Berliner Eingewöhnungsmodells besucht das Kind an den ersten Tagen zunächst mit einer Bezugsperson die Kita und beide lernen gemeinsam den Kindergartenalltag kennen. Nach einigen Tagen, angepasst am eigenen Tempo des Kindes, zieht sich die Mutter zurück und wartet z.B. im Flur, wie das Kind sich verhält, wenn die Mutter den Raum verlässt. Nach und nach werden die Abstände länger, in denen das Kind ohne die Mutter im Raum spielt. Sobald sich das Kind auch ohne Mutter gut zurechtfindet, bleibt es auch für kurze Zeit allein in der Kita, die Mutter soll jedoch ständig telefonisch erreichbar sein.

Bei Kindern, die die Kita bereits durch Geschwisterkinder kennen, kann die Eingewöhnung auch verkürzt werden, wenn das Kind sich schnell wohl fühlt.

Oft sind auch die größeren Geschwisterkinder die ersten Tage mit in der Kita, da die Mütter kein Deutsch verstehen und somit sehr unsicher sind.

 Etwa acht Wochen nach der Eingewöhnung findet mit allen Eltern der neuen Kinder ein Gespräch statt, wie das Kind sich eingelebt hat.

Auch offene Fragen können dort noch geklärt werden.

 

 

"Vertrau mir, gemeinsam schaffen wir das!"

 

Kennenlernfest

 

Damit die neuen Eltern sich gut in die Kita einfinden und auch die anderen Eltern sich besser vernetzen, führten wir im September 2017 erstmals ein Kennenlernfest für alle Familien durch, das nun jährlich wiederholt wird. Bei verschiedenen Spielen zum Kennenlernen (Bingo, Luftballonnamentanz, Wettspiele mit Namen…) wurde sich ausgetauscht und natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt.

 

9.2. Beziehungsgestaltung                                                                

 

Wir sehen Eltern als Experten für ihre Kinder, mit denen es nur im Dialog gelingen kann, die Kinder individuell mit ihren Stärken und Persönlichkeiten, Geschichten und Grundhaltungen zu fördern.

 

Gerade auch die Zusammenarbeit mit den Familien mit Migrationsgeschichte und Kindern aus benachteiligten Familien liegt den Mitarbeitern am Herzen.

 

Zwei Mitarbeiter haben sich als Elternbegleiter fortgebildet.

Wir versuchen, auch über das Familienzentrum niederschwellige Angebote zu machen, die alle Familien nutzen können. so ist es für uns selbstverständlich, dass wir keine kostenpflichtigen Angebote in der Kita durchführen, die dann nicht alle nutzen können.

 

Wir haben aber auch Verständnis, wenn Familien unsere Angebote nicht nutzen möchten, sie werden ihre Gründe haben. (Sommerfest, Besuch der Gottesdienste)

 

Klare Regeln und Strukturen erleichtern aus unserer Sicht das Zusammenleben aller Familien. So hat der Rat der Tageseinrichtung vor 2 Jahren festgelegt, dass das Essensgeld bis zum 15. des Folgemonats bezahlt werden muss. Ist das Geld dann nicht eingegangen, folgt ein Gespräch und es wird gefragt, ob es Schwierigkeiten gibt, Unterstützung gebraucht wird oder wann das Geld in Raten bezahlt werden kann. seitdem haben wir auch die finanzielle Situation vieler Familien besser im Blick, können Hilfsangebote anbieten oder darüber hinaus auch noch andere Probleme thematisieren, die oft im Zusammenhang stehen.

 

Das Besprechen der Entwicklungsdokumentation einmal jährlich ist verpflichtend und wird von uns eingefordert, hier werden auch Absprachen getroffen, die wir von Eltern fordern, damit das Kind sich gut entwickeln kann. Hier wird auch thematisiert, wenn das Kind nur unregelmäßig die Kita besucht oder der Besuch eines Therapeuten /Logopäde, Frühförderung... angeraten wird. 

 

Sind solche Ratschläge erfolgt, bieten wir ggf. Unterstützung bei der Kontaktaufnahme, wir vereinbaren aber auch, wie wir in Kontakt bleiben und auf welchem Wege uns die Eltern mitteilen, dass sie ihr Kind z.B. bei der Frühförderung vorgestellt haben.

 

Auch der sensible Bereich der Essgewohnheiten wird mit Eltern thematisiert. So achtet die Kita darauf, dass es besonderes Mittagessen für die muslimischen Kinder gibt oder  z.B. auch beim Befüllen des Adventskalenders  auf die Bedürfnisse der muslimischen Kinder geachtet wird. (keine Gummibärchen…)

 

Bei Festen wie z.B. Karneval/Sommerfest kauft die Kita in einem muslimischen Laden ein und zeigt den Eltern so, dass ihre Bedürfnisse respektiert und ernst genommen werden. Hier ist der Kita Transparenz und Absprache sehr wichtig.

 

 

In Absprache mit dem Rat der Tageseinrichtung haben wir im letzten Jahr eingeführt, dass die Kinder bis 9 Uhr gebracht werden müssen, da späteres Bringen unsere pädagogische Arbeit stört. Mittlerweile ist die Regel bei fast allen Eltern akzeptiert.

 

 

 

 

 

9.3. Formen der Zusammenarbeit

 

Bei uns in der Kita gibt es verschiedene Angebote, bei denen Eltern sich treffen und in Kontakt kommen können. So gibt es auf Gruppenebene Elterncafes, diese finden manchmal auch mit einem Referenten statt.

Die Eltern sind zu den verschiedenen Festen wie Sommerfest, Gottesdienste, Martinszug oder dem  regelmäßig stattfindenden Interkulturellem Frühstück eingeladen.

Für die Eltern der Delphin4 Sprachförderkinder gibt es Spielnachmittage, in denen die Kinder das Gelernte zeigen und den Eltern Tipps für die Sprachförderung gegeben wird.

Auch bei den Elternsprechtagen, die mindestens 1 Mal jährlich, bei Bedarf auch häufiger, stattfinden, tauschen sich Eltern und Erzieherinnen aus.

Auch während der Eingewöhnung lernen sich Eltern und Fachkräfte näher kennen.

 

9.4 Formen der Information   

 

Da viele Eltern kein oder fast kein deutsch verstehen, gibt es für alle Informationen einen Handzettel.

 

Informationen, die vielleicht nicht alle Eltern betreffen, aber ggf. mit Vorurteilen behaftet sind, werden grundsätzlich an alle Eltern verteilt (z.B. BuT, Schuldnerberatung, Frühe Hilfen)

 

Das Anmeldeformular und Infektionsschutzgesetz steht mehrsprachig zur Verfügung.

Gerne helfen auch andere Eltern beim Übersetzen.

 

Im Flur der Kita gibt es einen Flyerständer mit allen Beratungsangeboten und einem Vereinsverzeichnis. (z.B. Musikschule, Schwimmkurs, TV...)

Hier wird auch zu besonderen Veranstaltungen z.B. Kleinkindergottesdienst, Kleiderbörse... eingeladen.

 

                              

9.5. Formen der Beteiligung und Beratung

 

Eltern haben die Möglichkeit, sich im Elternrat und im Rat der Tageseinrichtung zu engagieren. Besonders gefreut haben wir uns im letzten Jahr, dass auch 2 türkische Elternvertreter gewählt wurden.

 

So entstand beispielsweise auch die Idee, ein interkulturelles Sommerfest zu feiern.

Auch das Angebot des interkulturellen Frühstücks wird gerne von Eltern genutzt.

 

Zudem haben die Eltern die Möglichkeit, Lesepate zu werden.

 

Über  das Familienzentrum haben die Eltern einmal jährlich die Möglichkeit, anhand eines Fragebogens ihren Bedarf an Aktionen für Eltern und Kinder oder an Beratungsangeboten mitzuteilen. Leider wird diese Form der Rückmeldung von den Eltern nur sehr wenig genutzt.

 

Auch die Protokolle der Elternrats-und Kindergartenratssitzungen werden immer für alle Eltern im Flur ausgehangen.

 

Die Themen zu den Kindergartenratssitzungen werden zuvor immer für alle Eltern im Flur ausgehangen und können von den Eltern ergänzt werden.

 

 

 

10. Partizipation / Beschwerde

 

Partizipation bezeichnet grundsätzlich verschiedene Formen von Beteiligung, Teilhabe bzw. Mitbestimmung. Seit 2017 gibt es bei uns in der kita ein Kinderpartlament, das auf Gruppenebene monatlich gewählt wird („Kinder pro Gruppe) und gemeinsam mit den Fachkräften in wesentliche Entscheidungen ((Motto Karneval, Essensauswahl,Muttertagsgeschenk, Tagesabläufe…) einbezogen wird.

Partizipation in unserer Kindertageseinrichtung ist die ernst gemeinte, altersgemäße Beteiligung der Kinder am Einrichtungsleben im Rahmen ihrer Erziehung und Bildung. Grundvoraussetzung für eine gelingende Partizipation ist eine positive Grundhaltung der Erzieher/innen. Die Kinder werden als Gesprächspartner wahr- und ernstgenommen, ohne dass die Grenzen zwischen Erwachsenen und Kindern verwischt werden. In diesem Rahmen werden in unserer Kita auch altersangemessene Formen des Beschwerdemanagements gemeinsam mit den Beteiligten gefunden und durchgeführt.

Partizipation wird (als Grundhaltung) ebenso in der Zusammenarbeit mit den Eltern und im Team umgesetzt.

Die Eltern sind über den Prozess des Beschwerdemanagements der Kita gem. GmbH informiert.

Entsprechende Infos erfolgen auch durch Aushang vor den Gruppen.

 

 

10.1. Formen der Mitwirkung / -bestimmung für Kinder und Eltern         

 

 

Partizipation fließt wie ein roter Faden durch unsere pädagogische Arbeit.

Dabei geht es zum einen darum, Methoden zu entwickeln, die es sowohl Kindern als auch Eltern ermöglichen, ihre Interessen und Bedürfnisse einzubringen als auch Kindern und Eltern respektvoll gegenüber zu treten, eigenes Fehlverhalten einzugestehen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.

 

Wie schon unter Punkt 9 beschreiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich in der Kita einzubringen und mitzuwirken.

 

Die Kinder haben je nach Alter und Entwicklungsstand ein unterschiedlich hohes Maß an Mitbestimmung in der Kita.

Soweit es die Rahmenbedingungen erlauben, versuchen wir, die Bedürfnisse der Kinder immer wieder neu in den Blick zu nehmen und unsere pädagogische Arbeit daran auszurichten.

 

So ist es besonders bei den älteren Kindern beliebt, im Morgenkreis gemeinsam den Tagesablauf zu überlegen, Aufgaben des täglichen Lebens zu übernehmen und  mitzubestimmen, wie man sich bestimmte Aktionen und Projekte vorstellt.

So haben die Schulkinder in diesem Jahr sehr selbstständig die Motive für das Schultütenbasteln überlegt, sie planen nun auch die Abendgestaltung ihres Abschlussfestes mit anschließender Übernachtung. Die ist sowohl für die Kinder, als auch für Erzieherinnen und Eltern ein Lernprozess, der am Bild vom Kind und dessen Persönlichkeit ansetzt.

 

 

Die Kinder dürfen dem Essenslieferanten regelmäßig eine Rückmeldung geben, was sie gerne essen würden und dies wird nach Möglichkeit in die Planung eingebaut.

 

Ein schönes Beispiel für die Mitbestimmung der Kinder ist auch die Geburtstagsgestaltung der Pinguingruppe im letzten Jahr, hier haben die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen überlegt, wie sie ihre Geburtstage in der Kita feiern möchten.

 

Auch das Thema zu Karneval haben in diesem Jahr erstmals die Kinder bestimmt. Nachdem 3 Themen zur Auswahl standen, haben sie sich für ein Thema entschieden, dass dann im Rahmen eines Projektes bearbeitet wurde.

 

Auch dem Obstlieferanten geben die Kinder Rückmeldung, welches Obst und Gemüse sie gerne essen möchten.

 

Auch der Tagesablauf ist von der Mitbestimmung der Kinder geprägt.

 

 

So kann es auch durchaus sein, dass einige Kinder sich entscheiden, lieber an der Matschanlage weiterzuspielen anstatt an einem Angebot teilzunehmen. Sofern dies die Rahmenbedingungen zulassen, versuchen wir dies möglich zu machen.

 

Überrascht hat uns im letzten Jahr auch, dass die älteren Kinder der Elefantengruppe forderten, Mittagsschlaf zu halten. Auch hier haben wir gemeinsam mit den Kindern Lösungen gefunden.

 

Auch während der Freispielphase haben die Kinder auch durch die teiloffene Arbeit vielfältige Möglichkeiten, ihren Spielort, Spielmaterial und Spielpartner zu wählen. Mit den Eltern arbeiten wir aktuell intensiv m Jahresthema: Religiöse Bildung und Partizipation“

 

 

10.2. Beschwerdemanagement

                                                          

In der Kita gibt es einen "Meckerkasten", in dem die Eltern Lob, Kritik und Anregungen äußern können.

Auch bei den Tür-und Angelgesprächen haben wir ein offenes Ohr für Kritik und Anregungen und versuchen, diese ernst zu nehmen. (jede Beschwerde ist ein Geschenk) Dies heißt aber nicht, dass wir alle Wünsche der Eltern berücksichtigen, wenn dies unsere Rahmenbedingungen nicht erlauben. Gerne vereinbaren wir dann auch einen Gesprächstermin.

 

Die Termine der Elternratssitzungen werden immer für Eltern bekannt gegeben, sie werden dann gebeten, ihre Rückmeldungen an die jeweiligen Elternvertreter weiterzugeben. Mögliche Kritikpunkte werden dann ggf. anonym in der Elternratssitzung besprochen und nach Lösungen gesucht.

 

Die Kontaktdaten der Elternvertreter hängen zudem im Eingangsbereich aus.

Auch die Kontaktdaten des Trägers und des Trägervertreters des Kirchenvorstandes hängen im Eingangsbereich aus.

 

Im Rahmen der Partizipation werden neben Ideen der Kinder auch Beschwerden /Kritik ernst genommen z. B., wenn sich ein Kind ungerecht behandelt fühlt.

Dabei geht es sowohl um Beschwerden innerhalb der Kindergruppe als auch bezüglich des Erzieherverhaltens oder der Konzeption. So werden die Stimmen der Kinder gehört und gemeinsam eine Lösung erarbeitet, so lange dies im Rahmen der ausschöpfbaren Möglichkeiten pädagogisch begründbar ist.  Wichtig ist es uns aber auch zu erwähnen, dass Kinder nicht ständig das Gefühl bekommen, ihren Willen durchsetzen zu müssen / können oder auch  alles auszudiskutieren , was aktuell ihrem Bedürfnis entspricht. Selbstverständlich  ist es den Fachkräften ein großes Anliegen, die wichtigen Beschwerden der Kinder ernst zu nehmen, zu sammeln  und in  Teamsitzungen zu reflektieren, um ggf. gemeinsam nächste Schritte zu planen.

 

 

11. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten

 

Die Kita ist mit vielen Einrichtungen und Diensten vernetzt.

Als Familienzentrum mit 2 weiteren katholischen Kitas in Brilon ist man gut vernetzt und bietet den Eltern eine Ersatzbetreuung an Schließ-und Ferientagen an, so dass die Betreuung der Kinder der Kita während des ganzen Jahres gesichert ist .

( außer in den Weihnachtsferien-siehe Dienstanweisung der Kita gem. GmbH)

 

 

 

Über das Familienzentrum gibt es  Kooperationsverträge  mit dem

 

- Sozialdienst kath. Frauen (Schuldnerberatung, gesetzl. Betreuung)

-Gesundheitsamt (Frühförderung)

-Caritasverband Brilon (Warenkorb, Migrantenberatung, Suchtberatung...)

-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (offene Sprechstunde in Kita)

-Kinderarzt Michael Ecken

-Grundschulen Ratmerstein und St. Engelbert

-Logopäden und Ergotherapeuten

 

Zu diesen Einrichtungen stellen wir den Kontakt her, sind bei Erstgesprächen dabei und halten entsprechende Informationsmaterialien bereit.

 

 

In der Kirchengemeinde sind wir zudem mit der Caritaskonferenz vernetzt, die bei Bedarf die Eltern beim Bezahlen des Essensgeldes unterstützt.

 

Mit der Kirchengemeinde gibt es Berührungspunkte bei bestimmten Veranstaltungen, bei Gottesdiensten und dem "Bild Punkt".

In den neu gewählten Gesamtpfarrgemeinderat wurde die Leitung noch nicht berufen, hat hier aber schon ihre weitere Mitarbeit angekündigt und wird in Kürze berufen.

 

Im Rahmen von Projekten arbeiten wir mit der Feuerwehr, der Polizei, dem Museum und der Verkehrswacht zusammen.

 

Über den Bewegungskindergarten gibt es eine Kooperation mit dem TV Brilon, dessen Angebote den Eltern bekannt sind.

 

 

 12. Öffentlichkeitsarbeit

 

Auf der Homepage der Kita finden Interessierte alle Informationen zur pädagogischen Arbeit, Anmeldung oder Ferienordnung.

Man findet die Homepage unter: www.kita-st-elisabeth-brilon.de

Auch auf der Homepage der Kirchengemeinde St.Petrus und Andreas Brilon gibt es einen Link zu unserer Homepage und einige Presseartikel.

 

Bei der Anmeldung bekommen die Eltern den Flyer mit allen Angeboten des Familienzentrums und dem Hinweis auf unsere Homepage. Die Flyer liegen auch in der Kinderarztpraxis, der Bücherei, dem Pfarrzentrum... aus.

 

Gerne berichtet die Leitung in der sogenannten "Kinderpost" der Westfalenpost und im Briloner Anzeiger von Aktionen und Projekten der Kita. In diesen beiden Zeitungen werden ca. 1 Mal im Monat Artikel veröffentlicht.

Auch Fachartikel z.B. zur Bedeutung der Sprachförderung o.ä. werden von den Zeitungen mehrmals jährlich veröffentlicht.

Zu Veranstaltungen werden über die Presse die Eltern informiert und auch Eltern des Sozialraumes eingeladen.

So ist auch die Kirchengemeinde und die Stadt Brilon informiert.

Auch im Pastoralbrief gibt es Ankündigungen und Bekanntmachungen (z. B. zu Anmeldezeiten)

An der Propsteikirche gibt es einen Schaukasten des Familienzentrums.

Auch diese Konzeption wird den Kooperationspartnern, der Kirchengemeinde und den anderen Kitas des Familienzentrums zugestellt.

 

13. Qualitätssicherung

 

Träger und Kindertageseinrichtung verstehen sich als lernende Organisationen, die ihre Qualität fortlaufend und systematisch weiterentwickeln.

Transparente Kommunikationsstrukturen und ein ebensolcher Informationsfluss sind Grundlage für die aktive Beteiligung von Leitung, Mitarbeiter/innen, Eltern und Kindern (Partizipation/Beschwerdemanagement).

Die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards der Kitas werden durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der pädagogischen. Fachkräfte und durch regelmäßige Dienst- und Mitarbeitergespräche zwischen Träger, Leitung und pädagogischen Fachkräften gewährleistet. Der Träger führt ca. fünf bis sechs Leiterinnenkonferenzen pro Jahr durch. In der Kita finden regelmäßige Team- und Mitarbeitergespräche statt. Auf Träger- und Kitaebene führt jeder Vorgesetzte ein Mitarbeiterjahresgespräch mit seinen Mitarbeiter/innen. Die Fortbildungsplanung wird jährlich zwischen Träger und Leitung besprochen und vereinbart.

Der Träger nimmt seine Trägerverantwortung durch die Zuordnung einer pädagogischen Regionalleitung für jede Kita wahr. Die Trägerverantwortung umfasst u.a. die Sicherung des Einhaltens der gesetzlichen Grundlagen, die Vereinbarung von Fach- und Organisationszielen mit der Leitung und die Überwachung der Umsetzung, die Gewährleistung struktureller, finanzieller und personeller Rahmenbedingungen, die Anregung und Unterstützung von Vernetzungen, sowie die fachliche Weiterentwicklung der Kita.

Die Regionalleitung übernimmt die Dienst- und Fachaufsicht für die Kita. Mit der Leitung der Kita werden pro Kindergartenjahr regelmäßig drei standardisierte Dienstgespräche geführt. Dazu kommen Gespräche, die aufgrund eines bestimmten Anlasses erforderlich werden. Zudem stehen der Kita Ansprechpartner in Personal-, Finanz-, Bau- und Betriebsorganisationsfragen beim Gemeindeverband (Verwaltungsdienstleister) zur Verfügung.

 

 

13.1. Zertifizierungen                                                              

 

Die Einrichtung ist zertifiziert als

 

-Familienzentrum NRW im Verbund mit den Kitas St. Maria und St. Petrus und Andreas

-Bewegungskindergarten NRW mit dem Pluspunkt Ernährung, Jolinchen Kids

-gefördert als Sprachkita: „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

- ab 1.8.2014 Förderung auch als PLUSKita

- im März 2016 wurden wir vom Erzbistum Paderborn als Familienpastoraler Ort der Gemeinde zertifiziert

-Caruso Zertifikat des Deutschen Chorverbandes

-März 19 Literaturkita

 

 

13.2. Instrumente der Evaluierung  

                                  

Um die Standards dieser Zertifizierungen halten und weiter entwickeln zu können, nehmen die Erzieherinnen regelmäßig an Fortbildungen teil.

 

Für den Bewegungskindergarten gibt es zudem einen Qualitätszirkel, den die Leitung regelmäßig besucht.

Über das Projekt Sprache und Integration wurde ein Qualitätszirkel ins Leben gerufen, den die entsprechende Fachkraft und die Leitung besucht.

Über unser Programm PlusKita nehmen wir an einem Arbeitskreis über das Kommunale Integrationszentrum teil und sind mit verschiedenen Kooperationspartnern (VHS) vernetzt.

 

Einmal im Monat findet eine Dienstbesprechung mit allen Mitarbeitern statt.

Hier werden sowohl organisatorische als auch pädagogische Angelegenheiten geplant und reflektiert. Die Tagesordnung für die Sitzungen gibt sowohl die Leitung als auch alle Mitarbeiter vor, die ihre Punkte entsprechend ergänzen können.

Einige Tage vor der Sitzung wird die Tagesordnung unter den Aspekten WAS besprochen wird, von WEM unter welchem ZIEL und unter welchem ZEITLICHEN RAHMEN zur Vorbereitung an alle Mitarbeiter herausgegeben.

Von den Sitzungen wird ein Protokoll angefertigt, das alle Mitarbeiter unterschreiben.

 

Jeden Dienstag  treffen sich die Gruppenkoordinatoren der Gruppen, die monatlich wechseln, zu einer Besprechung. Hier werden sämtliche organisatorische Begebenheiten abgesprochen und   allgemeine Infos z.B. vom Träger  kommuniziert.

 

Nach Bedarf (ca. 1 Mal im Monat) treffen sich die Mitarbeiter einer Gruppe zum sogenannten Gruppenteam.

Da diese Treffen aufgrund des Raumprogramms nicht während der Öffnungszeit stattfinden können, wird dies meistens nach Dienstschluss gemacht. Über Besonderheiten und Planungen informiert die Gruppenleitung danach die Leitung, die bei Bedarf an den Treffen anwesend ist.

 

Unsere Kita bildet im Verbund das Familienzentrum gemeinsam mit den Kitas St. Petrus und Andreas und St. Maria.

Die 3 Leitungen treffen sich ebenfalls regelmäßig zur Planung der Aktionen des Familienzentrums.

 

 

Die Bedarfsabfrage des Familienzentrums wird gemeinsam mit den Leitungen der 3 Kitas ausgewertet und die weitere Planung daran ausgerichtet.

 

In sogenannten Arbeitsgesprächen mit dem Träger ca. 4 mal jährlich reflektiert und plant die Leitung gemeinsam mit der Pädagogischen Regionalleitung die Arbeit, bespricht mögliche Renovierungen, Investitionen oder die  Personalentwicklung.

 

Mit jeder Mitarbeiterin führt die Leitung einmal jährlich ein Mitarbeiterjahresgespräch, in dem auch Ziele für das nächste Jahr vereinbart werden.

Die Pädagogische Regionalleitung führt dieses Gespräch mit der Leitung. Hier werden auch Verbesserungsvorschläge für die Ausstattung oder die Teamarbeit gesammelt und die Zusammenarbeit zwischen Leitung und Mitarbeiter bzw. Leitung und Träger reflektiert.

 

Seit 2019 nimmt unsere Kita im Matrix am Qualitätsmanagement QEK teil, hier werden alle Prozesse und Qualitätsstandards dokumentiert.

Zudem werden mit dem Team auch im Rahmen des Qualitätsmanagements Praktique Plus verschiedene Leitsätze bearbeitet und bei Teamtagen Ziele und Standards für die Einrichtung festgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

Folgende Institutionen unterstützen uns bei unserer Arbeit

Kooperationspartner

Ansprechpartner

Aufgabe

 

Beratungsstelle für Kinder, Eltern und Jugendliche

 

Gartenstrasse 33

59929 Brilon

Tel. 02961/2489

-keine Email auf Flyer…

 

C. Treeck

J. Reuther

 

Erziehungsberatung in den Einrichtungen

-Zusammenarbeit zwischen den Institutionen

-Begleitung und Unterstützung der Eltern auf dem Weg zur Hilfe

 

Kath. Grundschule St. Engelbert

Am Derker Tor 1

59929 Brilon

Tel. 02961/96320

info@engelbert-grundschule.de

 

Verbundschule

Alme,

Hoppecke, Thülen

Tel. 02963/95090

 

Grundschule Ratmerstein

Tel. 02961/944094

Grundschule.ratmerstein@t-online.de

 

Frau Aßheuer Waller

 

 

 

 

 

 

Frau Tüllmann

 

Frau Nolte-Ilius

-Übergang Kindergarten Grundschule

-Informationsabende für die Vorschulkinder

-Besuch der Schule von den Schulanfängern

-Information seitens der Schuler über besondere Ergebnisse des Schulspiels

 

Sozialdienst kath. Frauen

Steinweg

5992 Brilon

Tel. 02961/96060

info@skf.brilon.de

Frau Herting

Frau Jacobs

-Schuldnerberatung

-Informationen über die Leistungen des SkF werden in den Kitas ausgelegt

-Unterstützung bei betroffenen Familien durch Vernetzung

 

Caritaskonferenz St. Petrus und Andreas

Propst Meyer Strasse Brilon

Silvia Sanow

Tel. 02961/4327

Sylvia.sanow@gmx.de

Frau Sanow

-Unterstützung und Hiife bei Notfällen

-Besuch der Kleiderkammer

-Unterstützung bei bedürftigen Familien bei Essensgeld

 

Hörfrühförderung Moritz von Büren Schule in Büren

 Frau Pohlmann

Betreuung eines Kindes mit Cochlear-Implantaten

Kinderarzt Michael Ecken

Niedere Strasse 34

59929 Brilon

Te.02961/1393

Michael.ecken@kinderarzt-ecken.de

Michael Ecken

-Ansprechpartner für Fragen der Gesundheitsfürsorge

-Zusammenarbeit „Ich geh zur U“

-Kuscheltiersprechstunde

-Beratung in schwierigen Fällen

 

Jugendamt des HSK

Am Rothaarsteig

59929 Brilon

Tel. 02961/943265

Walther.wegener@hochsauerlandkreis.de

Herr Wegener

-Vermittlung von Tagesmüttern

-Ausbildung von Tagesmüttern

-Information über Tagespflege

 

Evangelische Bücherei

Am Alten Friedhof

59929 Brilon

Tel. 02961/50020

gemeindeamt@kirchebrilon.de

 

Frau Kleinschmidt

Buchausleihe in den Kitas wöchentlich

Familienzentrum Lummerland

Auf`m Döselsberg 5

59929 Brlon

02961/54300

Kg-lummerland@die-awo.de

 

Frau Mengeler

-Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen

Entwicklung gemeinsamer Angebote (Babysitterkurs)

 

Caritasverband Brilon

Scharfenberger Str 19

59929 Brilon

Tel. 02961/53779

info@caritas-brilon.de

Herr Eirund

Zusammenarbeit in folgenden Bereichen

--Sozialpädagogische Familienhilfe

-Suchtberatung

-Familienpflege

-Allgemeine Familienberatung

-Kur-und Erholungswesen

-Fachdienst für Integration und Migration

 

 

Autistenzentrum DRK Brilon

Freiladestrasse

59929 Brilon

Tel. 02961/965518

atz@drk-brilon-de

 

 

 Dr. Christian Hülsken

Fachberatung

Kollegiale Beratung

Fortbildung

Hospitation in Absprache mit den Eltern

Volkshochschule Brilon Marsberg Olsberg

Kreuziger Mauer 31

59929 Brilon

Tel. 02961/6416

brilon@vhs-brilon.de

Herr Klauke

-Entwicklung gemeinsamer Angebote

-Durchführung gemeinsamer Kurse

 

 

KEFB Arnsberg

Kath. Bildungswerk

Hellefelder Str 15

59821 Arnsberg

02931-5297610

arnsberg@kefb.de

 

 

Frau Holzapfel

-Durchführung gemeinsamer Angebote (Eltern Kind  Turnen, Elternnachmittage)

-Planung gemeinsamer Angebote

 

Patenzahnärzte

Dr. Kraft/ Busch

Tel 02961/6667

verwaltung@praxisfuerzahnerhgaltung.de

Dr. Weigel

Tel. 02961/6569

Dr. Kraft, Busch

Dr. Weigel

-Besuche der Einrichtungen

-Prophylaxe

-Besuch der Praxis de Vorschulkinder

-Elterninformation

-Beratung der Erzieherinnen

 

Stadtbibliothek Brilon

Gartenstrasse

59929 Brilon

Tel. 02961/794460

u.hachmann@brilon.de

Frau Hachmann

-Entwicklung gemeinsamer Aktionen

-Besuch der Bücherei mit Vorschulkindern

-Angebot Sprechdachs

-Elternveranstaltungen zu Medienkompetenz